«Es tut mir schrecklich leid»

Während eines Totalausfalls fielen gestern mehrere Züge aus. In einem der blockierten Züge sass auch SBB-Chef Andreas Meyer – und wandte sich mit einer persönlichen Durchsage an die Fahrgäste. Aber hören Sie selbst.

«Wie sie sehen, bin ich auch auf diesem Zug»: Meldete sich mit einer Durchsage: SBB-Chef Andreas Meyer. (18. September 2013)

«Wie sie sehen, bin ich auch auf diesem Zug»: Meldete sich mit einer Durchsage: SBB-Chef Andreas Meyer. (18. September 2013) Bild: Keystone

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Eine Stellwerkstörung im Bahnhof Rothrist AG hat die SBB-Linie Bern–Olten eine knappe Stunde lang lahmgelegt. Nach einem Neustart des Stellwerks rollte der Fernverkehr auf der Neubaustrecke wieder, wie SBB-Sprecherin Lea Meyer sagte. Wenig später fuhren auch die Züge im Regionalverkehr wieder planmässig.

Während des Totalausfalls fielen mehrere Züge aus. Reisende von Basel oder Zürich nach Bern, Interlaken oder Brig mussten in Olten in den Zug via Biel umsteigen. Dadurch verlängerte sich die Reisezeit um etwa eine Dreiviertelstunde. Andere Fernverkehrszüge konnten die SBB umleiten, so den Intercity von St. Gallen nach Genf-Flughafen.

In einem der blockierten Züge auf der Neubaustrecke zwischen Bern und Olten sass auch SBB-Chef Andreas Meyer. Er wandte sich via Lautsprecher an die anderen Fährgäste und entschuldigte sich in aller Form.

Plötzlich spricht der Chef persönlich

Dies zeigt das Tondokument, das Radio 1 veröffentlichte: «Liebe Kundinnen und Kunden. Ich bin Andreas Meyer, der Chef der SBB. Wie Sie sehen, bin ich auch mit Ihnen auf diesem Zug. Es tut mir und meinen Kollegen, die auch in diesem Zug sind, schrecklich leid, dass wir Ihnen Unannehmlichkeiten bereiten», sagte er auf der Aufnahme.

Der SBB-Chef lieferte Informationen zu den weiteren Verbindungen und hielt fest, dass die SBB in den Stellwerken pro Tag rund 500 Millionen Schaltungen tätigten. Es passierten dabei nur etwa 17 Fehler am Tag. «Wenn einer am falschen Ort passiert, kommt es leider zu solchen Unterbrechungen.»

Meyer verabschiedete sich mit: «Nichts für ungut und trotzdem noch einen schönen Tag. Wir konnten dafür noch etwas Sonne für Sie organisieren.»

(kpn/sda)

Erstellt: 19.09.2013, 09:30 Uhr

Das Tondokument im Original.
(Quelle: Radio 1)

Weitere Panne

Zu einer Panne kam es am Mittwoch auch in Zürich. Beim Bereitstellen des Eurocitys, der um 13.16 Uhr vom Hauptbahnhof Zürich nach München abfahren sollte, entgleiste die Lokomotive. Weil so schnell kein vollwertiger Ersatzzug organisiert werden konnte, mussten die Reisenden nach München mit anderen Zügen nach St. Margrethen SG fahren. Dort stand ein Eurocity bereit.
(sda)

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