Exkremente im Machu-Picchu-Tempel: 6 Touristen festgenommen

Den Feriengästen droht wegen möglicher Schändung des kulturellen Erbes bis zu vier Jahre Haft.

Äusserst populär bei Touristen: Die Inka-Ruinen von Machu Picchu in den peruanischen Anden. (AP/Keystone/Karel Navarro/Archiv)

Äusserst populär bei Touristen: Die Inka-Ruinen von Machu Picchu in den peruanischen Anden. (AP/Keystone/Karel Navarro/Archiv)

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In Peru wurden sechs Touristen festgenommen, weil sie in einem Tempel der weltberühmten Inka-Ruinen von Machu Picchu ihre Notdurft verrichtet haben sollen. Gegen die Feriengäste werde wegen mutmasslicher Schändung des kulturellen Erbes des südamerikanischen Landes ermittelt, sagte der Polizeichef von Cusco, Wilbert Leyva.

Die Touristen stammen aus Frankreich, Argentinien, Brasilien und Chile. Ihnen drohen vier Jahre Haft. Sie waren am Sonntag festgenommen worden, nachdem Parkwächter und Polizisten sie im Sonnentempel gefunden hatten. Die grössten Teile des im Zentrum von Machu Picchu gelegenen Tempels sind für Touristen gesperrt.

Nach Angaben der peruanischen Behörden wurden in dem Tempel Exkremente gefunden. Auch hätten die Behördenmitarbeiter dort einen Stein gefunden, der aus der Wand herausgebrochen sei und einen Riss im Boden verursacht habe.

Die im 15. Jahrhundert erbaute Inkastadt rund 80 Kilometer nordwestlich der südperuanischen Stadt Cusco gehört zu den grössten Touristenattraktionen Südamerikas. Sie wurde 1983 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. (fal/sda)

Erstellt: 14.01.2020, 09:45 Uhr

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