Bern

Falscher Beton: Mauer des Bärenparks muss schon saniert werden

Die obere Mauer des erst 2009 eröffneten Bärenparks muss nächstes Jahr saniert werden – aufgrund von Erosionsschäden. Die Mauer ist erst sechs Jahre alt.

Die Bären werden wegen der Touristen während der Bauarbeiten nicht umquartiert.

Die Bären werden wegen der Touristen während der Bauarbeiten nicht umquartiert. Bild: Keystone

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Im Bärenpark stehen 2016 Renovationsarbeiten an der erst sechs Jahren alten oberen Mauer an. Wie der «Bund» schreibt, sind die Erosionsspuren auf die Verwendung von nicht frostbeständigem Beton zurückzuführen. Auch die seitliche Mauer beim Lift weise Schäden auf. Diese könnten jedoch im Zuge des Liftbaus behoben werden, wie es im Artikel weiter heisst.

Die Schäden wurden bereits im Oktober 2011 entdeckt. Für die Planug der Sanierung habe man den Stadtratsentscheid zum Liftbau im Oktober 2014 abgewartet, so Stadtbaumeister Thomas Pfluger, Leiter von Hochbau Stadt Bern (HSB) gegenüber dem «Bund».

Aus diesem Grund werde in der Politik vermutet, dass die zuständige Stelle die Sanierung, die sich auf rund eine Million Franken beläuft, im Zuge des Liftbaus «verstecken» wollte. Pfluger verweist auf den Entscheid des Gemeinderats, die Bauarbeiten in Etappen durchzuführen, um die Bären nicht einer zu grossen Belastung auszusetzen und um eine zwischenzeitliche Auslagerung der Tiere in den Juraparc Vallorbe (VD) zu umgehen.

«Bodenlosen Frechheit»

Dem Stadtpräsidenten ist die Sachlage erst seit Anfang dieses Jahres bekannt. «Aus touristischen Gründen will der Gemeinderat die Bären möglichst im Park belassen», so Alexander Tschäppät gegenüber dem «Bund» zm Entscheid des Gemeinderates für die Etappierung der Sanierung. Der Tierparkverein indes würde es lieber sehe, wenn die Bären während den Bauarbeiten umziehen würden.

Bereits der Bau des Bärenparks hat ein riesen Loch in die Stadtkasse gerissen. Anstatt 9,7 kostet die Anlage 21,3 Millionen Franken. Und nun muss die Stadt 250'000 Franken der Kosten für die Sanierung der Mauer selber berappen, wie in einem Vergleich mit den am Bau beteiligten Firmen entschieden worden war. Und dies obwohl es sich nach Angaben von Tschäppät um einen Garantiefall handelt. In diesem Zusammenhang spricht SVP-Präsident Rudolf Friedli von einer «bodenlosen Frechheit». (sih)

Erstellt: 13.03.2015, 13:27 Uhr

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