Familiendrama im Aletschgebiet: Vater gefunden

Ein Vater mit drei Kindern verirrte sich gestern im Aletschgebiet. Die Kinder wurden heute stark unterkühlt aufgefunden. Der Vater, zuerst vermisst, befindet sich mittlerweile im Spital.

Der Vater kehrte nicht mehr zu seinen drei Söhnen zurück: Aletschgebiet im Wallis (Archivbild).

Der Vater kehrte nicht mehr zu seinen drei Söhnen zurück: Aletschgebiet im Wallis (Archivbild). Bild: Keystone

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Am Montag hat sich ein deutscher Vater mit seinen drei Söhnen im Aletschgebiet verirrt. Die Kinder von 10, 13 und 16 Jahren wurden am Dienstagmorgen unterkühlt aufgefunden. Vom 44-jährigen Vater fehlte zunächst jede Spur. Gegen 11 Uhr wurde auch er auf der Riederfurka/Riederalp gefunden. Vater und Kinder seien wohlauf, wie die Kantonspolizei Wallis gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet mitteilt.

Die Familie war unterwegs von der Belalp Richtung Hängebrücke über den Aletschgletscher, als sie sich verirrte. Der Vater versorgte offenbar zunächst die Kinder, um dann Hilfe zu holen. Auch die Frau bzw. Mutter hatte am Montagabend Alarm geschlagen, als ihr Mann und ihre Söhne nach einer Wanderung nicht zurückkehrten, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte.

Warten, bis Hilfe eintreffe

Eine 17-köpfige Rettungskolonne mit zwei Suchhunden machte sich auf die Suche nach den Vermissten. Sie wurden von einem Helikopter der Air Zermatt und einem Armeehelikopter mit einer Wärmebildkamera unterstützt.

Die Kinder wurden am Dienstagmorgen um 8.30 Uhr in der Nähe des Gletschertors des Aletschgletschers gefunden. Sie gaben der Polizei zu Protokoll, dass der Vater Hilfe holen wollte, weil sie sich in unwegsamem Gelände verlaufen hätten. Sie sollten warten, bis Hilfe eintreffe. (mrs/sda)

Erstellt: 19.04.2011, 12:46 Uhr

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