Felssturz zerstört Wohnhaus im Galterntal

Rund 2500 Kubikmeter Fels sind in der Gemeinde Tafers FR in die Tiefe gestürzt. Die Zerstörung ist gross. Das Geröll hat einen Bach gar zu einem See gestaut.

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Ein Felssturz hat in der Nacht im Galterntal bei Freiburg ein Wohnhaus zerstört. Verletzt wurde niemand – wegen der Felssturzgefahr wohnte schon seit vergangenem Oktober niemand mehr im gefährdeten Gebäude.

Auf dem Areal des früheren Hauses sehe es nun aus wie auf einer Schuttwüste, sagte Angelo Lauper im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Schweizer Radio SRF. Lauper ist Bauverwalter der Gemeinde Tafers FR, auf deren Gebiet das Haus stand.

Man könne gar nicht mehr sagen, wo das Haus gestanden sei, sagte Lauper im Radio weiter. So gross sei die Zerstörung. Rund 2500 Kubikmeter Fels stürzten ihm zufolge in die Tiefe; rund 1000 Kubikmeter gelangten in den Galternbach, der durchs Tal fliesst.

Bäume und Geröll stauen Wasser

Die Steine und die umgerissenen Bäume stauten diesen Bach zu einem See, der eine Länge von 40 Metern und eine Tiefe von bis zu zwei Metern erreichte, wie Lauper am Nachmittag der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage sagte. Gefahr für die Stadt Freiburg am Ende des Galterntals gebe es aber nicht, sagte Lauper weiter. Das Wasser könne durch den Damm hindurch abfliessen.

Das Galterntal weist nur wenige Häuser auf, doch führt ein beliebter Wanderweg hindurch. Dieser Weg ist wegen der Felssturzgefahr schon seit Mitte März geschlossen. Er musste in den vergangenen Jahren wegen Felsstürzen immer wieder zeitweise gesperrt werden. «Das Galterntal ist unberechenbar», sagte Lauper.

Betretungsverbot erlassen

Genau vor einem Jahr hatten die Behörden wegen des sich bewegenden Felsens oberhalb des nunmehr zerstörten Hauses ein Messsystem eingerichtet und im Oktober 2015 die Bewohner aufgefordert, dieses zu verlassen. In der vergangenen Woche erliessen sie wegen der immer akuter gewordenen Gefahr auch noch ein formelles Betretungsverbot.

Sie fassten in der vergangenen Woche zur Rettung des Hauses auch eine kontrollierte Teilsprengung des Felsens ins Auge, wie das Regionaljournal und die «Freiburger Nachrichten» am Montag berichteten.

Lauper glaubt, es sei richtig gewesen, die Sprengung nicht auszuführen. «Wenn ich sehe, wie schnell der Fels sich nun gelöst hat, hätten wir wahrscheinlich nur die Sprengmeister in Gefahr gebracht». (kko/sda)

Erstellt: 25.04.2016, 19:11 Uhr

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