Feuer in Dreamliner

In einem Dreamliner, dem Prestigeobjekt von Boeing, ist nach der Landung in Boston ein Feuer ausgebrochen. In einem ungünstigen Moment: Denn derzeit versucht der Hersteller, die Produktion des Riesenjets zu steigern.

In dieser Maschine brannte es: Boeing 787 Dreamliner der Japan Airlines auf dem Flughafen von Boston (7. Januar 2013).

In dieser Maschine brannte es: Boeing 787 Dreamliner der Japan Airlines auf dem Flughafen von Boston (7. Januar 2013). Bild: Reuters

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Wie die US-Luftfahrtbehörde am Montagabend (Ortszeit) mitteilte, wurde bei dem Vorfall in der aus Tokio kommenden Maschine der Fluggesellschaft Japan Airlines aber niemand verletzt. Alle 183 Passagiere und Besatzungsmitglieder waren demnach bereits vorher von Bord gegangen. Den Angaben zufolge brach das Feuer während eines Routine-Technikchecks am Flughafen von Boston aus, bei dem die Maschine für ihren nächsten Flug überprüft wurde.

Nach Angaben der Luftfahrtbehörde wurde nach der Landung um zehn Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ) am Montag Rauch im hinteren Bereich des Langstreckenfliegers entdeckt. Der Qualm sei von einer brennenden Batterie, die die Geräte des Flugzeugs versorgt, im Elektronikraum des Flugzeugs ausgegangen. Die Feuerwehr habe den Brand umgehend gelöscht. Den Angaben zufolge waren an Bord der Maschine zuvor 172 Passagiere, darunter ein Kleinkind, gewesen, sowie drei Piloten und acht Flugbegleiter. Die Nationale Behörde für Transportsicherheit erklärte, sie habe einen Experten zur Untersuchung des Flugzeugs entsandt.

Auch Probleme mit dem Rumpf

In einer Stellungnahme kündigte der Flugzeugbauer Boeing an, er habe den Zwischenfall zur Kenntnis genommen und werde mit seinem Kunden Japan Airlines und den Behörden zusammenarbeiten. Der Boeing 787 Dreamliner ist das Prestigeobjekt des US-Unternehmens und der Konkurrent des A380 des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Derzeit versucht Boeing, die Produktion des Riesenjets zu steigern.

Der Dreamliner hat bereits mehrmals technische Probleme verursacht, unter anderem gab es Probleme mit den Getrieben. Ähnliche Schwierigkeiten hat aber auch Airbus mit dem A380. Im Februar 2012 hatte Boeing Probleme mit dem Rumpf des Dreamliners eingeräumt.

Dreijährige Verspätung

Die Boeing 787 mit Platz für 330 Passagiere ist überwiegend aus Leichtmaterial gebaut und verbraucht nach Angaben des Herstellers 20 Prozent weniger Treibstoff als vergleichbare Maschinen. Der Dreamliner war 2011 mit dreijähriger Verspätung an den ersten Kunden ausgeliefert worden, die All Nippon Airways aus Japan. Die ersten Flüge starteten im Oktober 2011. (sam/AFP)

Erstellt: 08.01.2013, 10:21 Uhr

Das Feuer brach während eines Routine-Technikchecks aus (7. Januar 2013). (Bild: Keystone )

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