Freiheit vorbei – Affen sind eingefangen

Eine Woche lang haben sie ihre Freiheit genossen, jetzt sind die aus dem Plättli-Zoo entwichenen Affen wieder zurück in ihrem Gehege.

Wieder im Gehege: Ein Babyaffe kuschelt sich an seine Mutter.

Wieder im Gehege: Ein Babyaffe kuschelt sich an seine Mutter. Bild: Nana Do Carmo

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Mehr als sieben Tage sind sechs Berberaffen, darunter zwei wenige Monate alte Babys, in einem Waldstück nahe des Plättli-Zoos in Frauenfeld frei herumgeturnt. Damit ist seit Freitagabend Schluss: Laut Walter Mauerhofer, Besitzer des Plättli-Zoos, hat ein Tierarzt am frühen Freitagnachmittag auf Mauerhofers Wunsch hin die Ausreisser mit einem Gewehr narkotisiert.

Dem Doktor gelang es, drei der vier erwachsenen Affen zu treffen. Bloss Jimmy, der Leitaffe, scheint noch nicht zurück in seinen Käfig zu wollen. «Er ist den Stamm hinauf bis in die Baumwipfel abgehauen», sagte Brigitta Portillo, Zoo-Angestellte, gegenüber der «Thurgauer Zeitung».

Tiere gestresst - aber wohlauf

Da sich sein Rudel aber wieder hinter Gittern befinde, werde er über kurz oder lang zu seiner Familie zurückkehren. Von den drei narkotisierten Tieren konnten bis am frühen Freitagabend die beiden Weibchen eingefangen und zurück in ein Gehege gebracht werden.

«Den Tieren geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Sie sind wach und gesund», führte Portillo aus. Mindestens das Wochenende sollen die eingefangenen Affen im Innengehege verbringen. «Dort sind sie vor neugierigen Besuchern geschützt und können sich stressfrei erholen», erklärte die Tierpflegerin.

Affenflüsterin hat geholfen

Die Aufregung und der Ansturm einiger Schaulustiger hätten die Tiere in freier Wildbahn verunsichert. Deshalb mischten die Zoo-Besitzer ein Beruhigungsmittel ins Futter, wie Werner Mauerhofer erzählte. Zudem setzte er auf die Unterstützung einer Affenflüsterin. «Ihre Arbeit war nicht umsonst. Denn sie hat die Tiere beschwichtigt. Und dank ihr haben die Affen das Futter gefressen», erläuterte Mauerhofer.

Der Besitzer ist erleichtert, dass die Affen wieder dort sind, wo sie hingehören. «Für uns war es wichtig, die Tiere einzufangen. Wären sie abgeschossen worden, hätte ich mich gar nicht gefreut.»

Erstellt: 03.09.2010, 21:43 Uhr

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