Frühester Hitzetag seit Messbeginn

Nachdem am Donnerstag in diversen Orten in der Schweiz der erste Sommertag registriert wurde, war es gestern erstmals über 30 Grad heiss. Die warmen Temperaturen haben aber auch ihre Schattenseiten.

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Der 8. April geht als frühester Hitzetag überhaupt in die Wetterstatistik ein, wie SF Meteo mitteilte. Gemäss Klimadaten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie war es im April seit Messbeginn nie so heiss. Die bisher höchste Apriltemperatur von Lugano stammt vom 20. April 1949 mit 28,9 Grad.

Auf der Alpennordseite war es gemäss meteomedia am Freitag mit Bise trotz Sonnenschein durchschnittlich 5 Grad weniger warm als noch am Donnerstag. Immerhin herrschten überall angenehme Temperaturen von über 20 Grad.

Kaum halb so viel Regen wie normal

Die oft hochdruckbestimmte Witterung seit Jahresbeginn hat zu einer ausgeprägten Trockenheit geführt. Nach Angaben von Meteo Schweiz vom Freitag brachte das Jahr 2011 bis in die ersten Apriltage im gesamtschweizerischen Mittel nur rund 45 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen.

Seit mehreren Wochen hat es in vielen Orten nicht mehr ausgiebig geregnet. Ähnlich trocken war es in der Schweiz für die Periode vom Januar bis in die ersten Apriltage letztmals in den Jahren 1993 und 1976. An den Messstandorten Engelberg und Segl-Maria handelt es sich um die dritttrockenste Periode seit Messbeginn 1864.

Wälder sind ausgetrocknet

In den letzten Wochen sind in vielen Wäldern die Böden und die Vegetationsschicht stark ausgetrocknet, vor allem in südexponierten Lagen. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) rief deshalb am Freitag zu grosser Vorsicht beim Feuern im Freien auf. Es habe vielerorts trockene Gräser und Stauden, die leicht in Brand geraten könnten.

Und bereits tobten erste Waldbrände. Im Wald oberhalb von Brissago TI waren am Freitag zwei Helikopter im Einsatz, um Flammen zu löschen. Für das Feuer soll ein deutscher Rustico-Besitzer verantwortlich sein, der seinen Müll verbrannt hat. Gegen ihn ist Anzeige erstattet worden.

In Altendorf SZ brannte in der Nacht auf Freitag ein Waldstück von der Grösse eines Eisfeldes ab. Ein Abräumfeuer dürfte ausser Kontrolle geraten sein und den Brand verursacht haben.

Feuerverbote erlassen

Die Kantone Tessin und Graubünden haben bereits Feuerverbote erlassen. Im ganzen Tessin ist es absolut verboten, im Freien Feuer zu entfachen. Im Kanton Graubünden gilt das absolute Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Das Wallis stuft die Waldbrandgefahr in bestimmten Teilen des Kantons als sehr gross ein.

Auch wo keine Feuerverbote gelten, ist grosse Vorsicht angebracht. Das Bafu empfiehlt, Feuer nur an dafür vorgesehenen Stellen und nicht auf dem nackten Boden anzufachen. Entfachte Feuer und allfälliger Funkenwurf müssen immer beobachtet werden. Brennende Zigaretten und Streichhölzer dürfen nicht weggeworfen werden. Beim Verlassen einer Feuerstelle ist darauf zu achten, dass alles gelöscht ist. Bei starken und böigen Winden ist auf Feuer im Freien unbedingt zu verzichten. (pbe/sda)

Erstellt: 08.04.2011, 23:57 Uhr

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