Grossbrand in Genf: Feuerwehr mit 22 Fahrzeugen ausgerückt

In Genf mussten Dutzende Bewohner eines Wohnblocks evakuiert werden. Acht Personen wurden schwer verletzt.

Die Flammen schlugen bis in die fünfte Etage hoch: Der Brand brach im ersten Stock eines Wohnhauses aus. (3. Oktober 2014)

Die Flammen schlugen bis in die fünfte Etage hoch: Der Brand brach im ersten Stock eines Wohnhauses aus. (3. Oktober 2014) Bild: Keystone

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Ein Brand hat in der Nacht auf Freitag den ersten Stock eines Wohnblocks in der Stadt Genf verwüstet. Acht Personen wurden schwer verletzt. Drei davon mussten ins Westschweizer Zentrum für Brandverletzungen des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) geflogen werden. Weitere elf Personen mussten wegen Rauchvergiftungen behandelt werden. Bei den restlichen 28 Bewohnern reichten Kontrollen im vor Ort eingerichteten Sanitätsposten.

«Das Feuer war sehr heftig und verursachte viel Rauch und heisse Gase», wie Nicolas Schumacher, Kommandant der Feuerwehr, sagte. Nach dem Brandausbruch im ersten Stock um 2 Uhr schlugen die Flammen rasch bis in die fünfte Etage des siebenstöckigen Gebäudes hoch. Bei der Brandbekämpfung und der Evakuierung der Bewohner standen insgesamt 59 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie waren mit 22 Fahrzeugen ausgerückt.

Mit Leitern in Sicherheit gebracht

Ein Dutzend der Bewohner konnten mit Leitern von der Strasse aus gerettet werden. Die Rückseite des Hauses war für die Fahrzeuge aber nicht zugänglich. Die Feuerwehr richtete deshalb eine aufblasbare Matte ein, worauf eine oder zwei Personen aus ihren Wohnungen sprangen.

Die anderen Bewohner wurden über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Sie wurden mit Rettungsmasken gegen das Feuer geschützt, wie der Feuerwehrkommandant sagte.

Brandursache unklar

Weil die Bewohner mitten in der Nacht auf der Strasse standen, musste der Zivilschutz aufgeboten werden. Die meisten Bewohner fanden zwar bei ihren Angehörigen Unterschlupf. 15 Bewohner wurden in einer Zivilschutzanlage untergebracht.

Die Brandursache ist noch unklar. Die Wohnung im ersten Stock, in der das Feuer ausgebrochen war, wurde vollständig zerstört. Eine weitere Wohnung im ersten Stock wurde massiv beschädigt.

Auch eine tragende Backsteinmauer wurde in Mitleidenschaft gezogen. Um das Gebäude zu sichern, wurden Stützen eingerichtet. Die anderen Wohnungen erlitten keine grösseren Schäden. Die Bewohner werden voraussichtlich in zwei Tagen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. (ldc/sda)

Erstellt: 03.10.2014, 14:17 Uhr

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