«Ich hatte eine tolle Zeit in Zürich»

So schlimm scheint es in der Schweiz nicht gewesen zu sein: TV-Talkerin Oprah Winfrey gibt sich trotz «Täschligate» versöhnlich. Etwas hat es ihr in Zürich besonders angetan.

Viel Wirbel um nichts? Oprah Winfrey mit ihrem Partner Stedman Graham während einer Filmpremiere.(5. August 2013)

Viel Wirbel um nichts? Oprah Winfrey mit ihrem Partner Stedman Graham während einer Filmpremiere.(5. August 2013)

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Viel wurde geschrieben und diskutiert: Über rassistische Schweizer, missverstandenes Verkaufspersonal und eitle TV-Persönlichkeiten. Das «Täschligate» beschäftige die Schweiz und erstaunlicherweise auch das Ausland enorm.

Nun könnte ein Twitter-Eintrag die Geschichte zu einem versöhnlichen Ende bringen. Am Samstagabend schrieb die TV-Talkerin Oprah Winfrey nämlich, dass es ihr in Zürich eigentlich sehr gut gefallen habe. Das Luxushotel Dolder Grand habe gar die beste Wellness-Anlage aller Zeiten. Zudem habe ihr die Verkäuferin wohl tatsächlich einen Gefallen getan, schreibt sie in einem weiteren Eintrag. Die 38'000 Dollar, welche die Handtasche gekostet hätte, wären auch ihr zu teuer gewesen.

Das war das «Täschligate»

Wegen einer vermeintlich herablassenden Behandlung in der Boutique «Trois Pommes» in Zürich hatte sich Winfrey als Rassismus-Opfer gesehen. Die Verkäuferin habe ihr eine Handtasche nicht zeigen wollen, klagte sie am Montag gegenüber Talk-Master Larry King. «Ich habe der Frau gesagt: 'Ich würde gerne die Tasche aus der Vitrine sehen'. Und sie antwortete: 'Nein, die ist zu teuer'.»

Winfrey war für die Hochzeit von Tina Turner nach Zürich geflogen. Trois Pommes-Eigentümerin Trudie Götz sagt, es habe sich um ein Missverständnis gehandelt.

Trudie Götz kann aufatmen

Die versöhnlichen Töne Winfreys dürften die Boutiquen-Besitzerin nun etwas beruhigen. Seit Freitagmorgen läute das Telefon am «Trois Pommes»-Hauptsitz in Zürich ununterbrochen und auch die Mailbox von ihrem Handy quille über, sagt Trudie Götz der «Schweiz am Sonntag».

Die erfolgreiche Basler Unternehmerin erwog sogar Hilfe bei Oprah Winfreys Freundin Tina Turner: «Ich berate mich bereits mit Tina Turner darüber, wie ich am besten vorgehen soll», sagt Götz im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Sie wolle sich auf jeden Fall persönlich mit Winfrey aussprechen, brauche dafür aber die Hilfe von Turner – nur sie könne den direkten Kontakt herstellen.

Die Sängerin ist sehr gut mit Götz und Winfrey befreundet, beide waren zu ihrer Hochzeit geladen. Götz: «Ich warte nun auf eine Antwort von Tina und hoffe, dass bald alle Missverständnisse gelöst sind.»

(kle)

Erstellt: 10.08.2013, 23:21 Uhr

«A Racist Moment»



Oprah beklagt sich bei Larry King. (5. August 2013)

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