Immer mehr Passagiere pöbeln an Bord

Schweizer Airlines haben es häufiger denn je mit renitenten Fluggästen zu tun. Die Gründe dafür reichen von Alkoholmissbrauch bis zu Zoff ums Handgepäck.

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So viele Passagiere wie noch nie halten sich auf Flügen von Schweizer Airlines nicht an die gültigen Regeln und gefährden mit ihrem Verhalten andere Passagiere oder gar die Flugsicherheit, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Gab es 2015 noch 637 der im Fliegerjargon «unruly passengers» genannten Flugzeugrüpel, waren es 2016 755 und im letzten Jahr bereits 795, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt mitteilt. Davor lag die Anzahl bei jeweils rund 600 pöbelnden Passagieren pro Jahr.

Ärger wegen Handgepäck

«Alkohol-, Drogen oder Medikamentenkonsum ist bei weitem die grösste Ursache für renitente Passagiere an Bord», sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller gegenüber der «SonntagsZeitung». Danach folgen missachtete Sicherheitsbestimmungen und verbale Entgleisungen gegenüber dem Kabinenpersonal.

Missbrauch von Alkohol und Drohungen gegen die Crew sind auch bei den Helvetic Airways die am meisten rapportierten Vergehen. Dazu kommen Konflikte wegen dem Handgepäck und das Nichtbefolgen der Anschnallregeln, sagt Tobias Pogorevc von Helvetic. Bei Edelweiss ist vor allem das Rauchen auf Toiletten ein häufiges Fehlverhalten. Weiter das Konsumieren von selbstmitgebrachtem Alkohol an Bord, was aus Sicherheitsgründen verboten ist, oder Streitigkeiten unter Passagieren, sagt Sprecher Andreas Meier. (roy)

Erstellt: 04.03.2018, 03:36 Uhr

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