Japanerinnen schwingen die Klingen

Samurai-Fitness ist eine Mischung zwischen Aerobic und Schwertkampf und begeistert besonders Japans junge Frauen.

Schweisstreibende Trendsportart: So sieht Samurai Fitness aus.


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Kein anderes Schwert der Welt hat eine ähnlich scharfe Klinge und war mehr gefürchtet als das Samurai-Schwert – es war die gefährlichste Waffe und das Kennzeichen der japanischen Kämpfer. Jetzt findet der traditionelle Schwertkampf der Samurai Eingang in die Sportstudios. Die neue Trendsportart «Samurai-Fitness» findet besonders in Japan grossen Anklang. Es findet gar ein regelrechter Samurai-Boom statt.

Schwitzen zu Technomusik

Und nun schwingen also nicht mehr angesehene Krieger sondern schweissgebadete Frauen unter den strengen Anweisungen der Trainer die Klingen. Zum Rhythmus von harter Technomusik und in atemberaubender Geschwindigkeit ahmen sie die traditionellen Hiebe der Samurai-Kämpfer nach. Damit das Ganze nicht in einem Blutbad endet, bestehen die Schwerter im Fitnessraum aber glücklicherweise bloss aus Hartschaum und Holz.

Die neue Sportart hat in Japan eingeschlagen wie eine Bombe. Nicht mal der Initiator Takafuji Ukon, eigentlich Choreograph und Tänzer, hätte mit einem solch durchschlagenden Erfolg gerechnet. Ursprünglich hatte er Männer als Kunden im Visier, als er in seinem Studio das Training mit Schwertern lancierte. Doch es erschienen beinahe ausschliesslich Frauen.

Negative Energien bekämpfen

«Die Frauen können damit in eine Rolle schlüpfen, die sie sich nie vorstellen konnten. Sie sind begeistert davon, sich selbst im Spiegel mit einem Schwert zu sehen - etwas, das für sie bisher undenkbar war.», begründet Ukon den Triumph der Klingen. Er will, dass seine Schülerinnen mit Samurai-Fitness nicht nur ihr Körperfett, sondern auch ihre inneren negativen Energien bekämpfen. Die Girls scheinen auf jeden Fall schwer begeistert zu sein, egal welche Energien sie nun mit der Sportart bekämpfen.

Erstellt: 17.06.2010, 10:11 Uhr

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