Mit Schlabber-Shirts gegen zu viel Haut an der Schule

Viele Schulen führen einen Dresscode. In Seengen im Kanton Aargau geht man sogar noch weiter.

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Keine Kappen oder Hüte, kein zu tiefer Ausschnitt und schon gar nicht bauchfrei. Viele Schulen in der Schweiz haben einen Dresscode. Die Schule Seengen im Kanton Aargau geht noch einen Schritt weiter: Für den Fall, dass ein Mädchen zu freizügig angezogen ist, hält die Schule XXL-Shirts bereit. Das berichtete die «Aargauer Zeitung».

Nicht alle kennen eine Kleiderordnung

«Wir haben ein paar XXL-T-Shirts, die Schüler anziehen müssen, die gegen die Kleiderregelung verstossen», sagt Gesamtschulleiter Urs Bögli von der Schule Seengen. Das scheint zu wirken. Viele Schülerinnen ziehen sich danach freiwillig um, sagt Bögli in der «Aargauer Zeitung».

Ganz so radikal wie in Seengen handeln die Schulleiter aber nicht überall. «Generell gelingt es, dass die Schülerinnen und Schüler angemessen gekleidet in der Schule erscheinen», sagt Renate Baschek, Gesamtschulleiterin in Neuendorf im Kanton Solothurn. Sollte ein Schüler unangemessen zum Unterricht erscheinen, wird das Gespräch gesucht. Diese Herangehensweise hat sich bisher als wirksam erwiesen.

«Der Träger ist okay»

Im Kanton Zürich ist die Kleiderordnung in der kantonalen Volksschulverordnung geregelt. Unter Artikel 66 steht: «Die Eltern [...] sind dafür verantwortlich, dass die Schüler für den Unterricht und für die üblichen besonderen Anlässe wie Schulreisen oder Exkursionen zweckmässig bekleidet und ausgerüstet sind.»

Für viele Schulen ist die Kleiderordnung ein Referenzpunkt, wenn es um unangemessene Bekleidung geht. Einige gehen aber noch weiter und führen einen eigenen Dresscode. So zeigt eine Zeichnung auf der Website der Schule BuGaLu im Toggenburg, was genau erlaubt ist und was nicht. «Der Träger ist okay, das ist aber auch alles, was man von der Unterwäsche sieht!», wird den Schülern unter anderem auf der Zeichnung erklärt. (fur)

Erstellt: 19.09.2017, 12:34 Uhr

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