Mysteriöser Snowden-Tweet sorgt für Spekulationen

Das Internet rätselt über die Bedeutung von Edward Snowdens letzter Nachricht. Ist der Whistleblower noch am Leben?

«He's fine»: Edward Snowden spricht via Video an einer Konferenz in Honolulu. (14. Februar 2015)

«He's fine»: Edward Snowden spricht via Video an einer Konferenz in Honolulu. (14. Februar 2015) Bild: Marco Garcia/Keystone

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Eine mysteriöse Nachricht auf Twitter - angeblich von Edward Snowden - hat im Internet Spekulationen und Sorgen ausgelöst, ob der Informant hinter den Enthüllungen über den US-Geheimdienst NSA noch am Leben ist.

Der im russischen Exil lebende Snowden hatte am Freitag einen kryptischen Tweet mit 64 Buchstaben und Zahlen abgesetzt - kurze Zeit später wurde dieser wieder gelöscht. Einige Medien und Blogger schrieben, es könne sich um einen «dead man's switch» (Totmann-Einrichtung) handeln, also um ein automatisch ausgelöstes Signal, falls sich der Nutzer nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt anmeldet.

Der Snowden-Vertraute und Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald teilte am Samstag mit, Snowden gehe es gut. «Es wäre super, wenn jemand bestätigen könnte, dass Ed noch am Leben und nicht «verschwunden» ist», hatte eine Nutzerin getwittert, woraufhin der Journalist antwortete: «He's fine». Snowden selber hat sich allerdings seit der kryptischen Nachricht nicht mehr auf Twitter geäussert.

Werden neue Dokumente geleakt?

Der mysteriöse Tweet von Snowden löste Spekulationen aus, ob der 33-Jährige womöglich entführt oder getötet worden sei. Der Tweet könne ein verschlüsselter Code sein, der die Veröffentlichung von weiteren geheimen Dokumenten anstossen werde, hiess es. Der Whistleblower habe in der Vergangenheit offen erklärt, er habe Journalisten und Bekannten verschlüsselte Dokumente anvertraut, falls ihm etwas zustossen sollte.

Snowden hatte 2013 streng geheime Dokumente öffentlich gemacht, die einen Abhörskandale um den US-Geheimdienst NSA ins Rollen brachten. Der US-Bürger lebt seit Juni 2013 in Russland, wohin er sich geflüchtet hatte; im August 2014 erhielt er dort eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre. (sep/sda)

Erstellt: 07.08.2016, 23:00 Uhr

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