Nach Chemikalienfund – Anwohner können wieder nach Hause

Ein Mann hat in seiner Wohnung in Brugg (AG) Feuerwerk gezündet und sich dabei verletzt. In der Wohnung lagerten weitere gefährliche Chemikalien.

Mehrere Häuser in Brugg wurden evakuiert, weil in einer Wohnung Feuerwerk gezündet wurde: Karte des betroffenen Quartiers.


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In Brugg im Kanton Aargau haben sich Polizei und Feuerwehr in einem Grosseinsatz befunden. Ein Mann hatte in seiner Wohnung kurz nach 11 Uhr einen Feuerwerkskörper abgefeuert und sich damit selbst verletzt. Wie die Polizei mitteilt, wurde der 30-Jährige, der alleine in der Wohnung war, mit Verletzungen an der Hand ins Spital eingeliefert. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.

Der Schweizer lebte nach Aussagen von Anwohnern noch nicht lange in der Wohnung und war den Nachbarn nicht näher bekannt. Eine Nachbarin hat am Morgen einen Knall gehört, weil gleich neben dem Quartier aber eine Militäreinrichtung liegt, habe sie sich zunächst nichts weiter dabei gedacht.

Gefährliche Stoffe abtransportiert und vernichtet

In der Wohnung fand die Polizei eine überschaubare Menge Chemikalien, wie Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, sagte. Aus Sicherheitsgründen mussten die Bewohner der Liegenschaft das Haus vorübergehend verlassen. «Unangenehm ist die Situation einfach, weil man im Ungewissen darüber ist, ob es noch gefährlich ist», sagte eine Anwohnerin zuvor. Für viele Kinder war in Brugg heute der erste Schul- oder Kindergartentag und diese konnten nach dem Unterricht nicht direkt nach Hause.

Nachdem die gefährlichen Stoffe fachgerecht abtransportiert wurden, konnten die Bewohner kurz nach 16.30 Uhr wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Chemikalien werden laut Polizeimitteilung an einem sicheren Ort vernichtet.

Ermittlungen eingeleitet

Gegen den 30-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach eine Strafuntersuchung eröffnet. Die eingeleiteten Ermittlungen werden laut Kapo ausserdem zeigen, für welchen Zweck der Mann die chemischen Substanzen aufbewahrte und wie es zum Unfall kommen konnte. (ofi)

Erstellt: 10.08.2015, 13:49 Uhr

Update folgt...

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