Nackte Kate auf 38 Seiten

«Die Königin ist nackt»: Mit dieser Schlagzeile und trotz der Klage auf Schadenersatz hat heute ein weiteres Klatschblatt die umstrittenen Nacktfotos von Prinz Williams Frau Kate veröffentlicht.

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Auf den Salomonen in der Südsee haben Prinz William und seine Frau Kate ihre Asien- und Pazifiktour fortgesetzt. Während im Skandal um Kates Oben-ohne-Fotos die juristische Entscheidung ansteht, ging das königliche Promi-Paar auf Tuchfühlung mit ein paar Ferkeln.

Im Dorf Burns Creek besuchten William und Kate eine Schweinefarm. Der Prinz habe im Scherz vorgeschlagen, die Ferkel «Will und Kate» zu nennen, twitterte die Hilfsorganisation World Vision, die den beiden Projekte zur Bekämpfung der Armut in dem bitterarmen Inselstaat vorstellte.

Die Royals – Kate in zitronengelb, Prinz William etwas steif im dunklen Anzug – liessen sich ihren Ärger über den Skandal um die Oben-ohne-Fotos nicht anmerken. Es regnete zwar, aber Kate bezauberte die Schaulustigen mit ihrem Lächeln, und William schwärmte von dem Empfang mit Blumengirlanden und Kriegern.

Kate bewahrt Haltung

Beim Besuch eines Dorfes sahen sich die Royals auch eine Vorführung an, bei der Frauen gemäss der Traditionen oben ohne tanzten. Als Kate eine traditionelle Skulptur einer barbusigen Frau gezeigt wird, bewahrt sie Haltung.

Die beiden waren gestern – von einer heimischen Designerin ausgestattet – farbenfroh zum Dinner erschienen: William mit blauem Blumenhemd und Kate in pink und schulterfrei. «Wir hatten hohe Erwartungen, aber auf diesen tollen Empfang waren wir nicht vorbereitet», sagte William nach Angaben des neuseeländischen Fernsehens.

Der hohe Besuch ist für heute Abend in eine exklusive Hotelanlage auf einer abgelegenen Insel eingebucht. Tavanipupu ist nur per Boot zu erreichen und deshalb leicht hermetisch abzuschirmen. Dort dürften sie vor Paparazzi sicher sein. Am Dienstag geht es weiter nach Tuvalu.

Richterliche Anhörung

In Europa bereiteten die royalen Anwälte derweil den nächsten Akt in der Fotoaffäre vor: In Nanterre bei Paris war für den Abend eine richterliche Anhörung angesetzt. Der Palast will eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung der Fotos durchsetzen, die Kate beim Sonnenbaden ohne Bikinioberteil zeigen.

Die Fotos wurden vor zwei Wochen mit Teleobjektiv bei einem Privaturlaub der beiden in Frankreich geschossen und zuerst im französischen Magazin «Closer» veröffentlicht. Gegen den Paparazzo erstattete das Prinzenpaar wie angekündigt in Frankreich eine Strafanzeige. Die Anzeige ging bei der Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris ein, wie diese mitteilte.

Bilder auch in Italien veröffentlicht

In Italien veröffentlichte heute auch das Blatt «Chi» eine Fotostrecke mit den Paparazzi-Bildern. Das Titelbild der 38-seitigen Sonderausgabe zierten drei mit einem Teleobjektiv aufgenommene Bilder der spärlich bekleideten Herzogin. Die Schlagzeile dazu lautete: «Die Königin ist nackt».

Weitere Fotos folgten im Inneren der Sonderausgabe, begleitet von Artikeln unter anderem zu der Frage, ob Kates Brüste «natürlich» seien. Die Magazine «Chi» und «Closer» gehören beide dem italienischen Medienhaus Mondadori von Mehrheitsaktionär Silvio Berlusconi.

Der Chefredakteur von «Chi», Alfonso Signorini, verteidigte die Veröffentlichung der Bilder. Wer in den Fotos einen Skandal sehe, sei noch immer der Idee einer Monarchie verhaftet, hinter der perfekte Männer und Frauen stünden und keine Menschen, schrieb er in der Sonderbeilage. (ses/sda)

Erstellt: 16.09.2012, 16:51 Uhr

Das Klatschblatt widmet dem Thema eine ganze Sonderausgabe: Das Cover der italienischen Postille «Chi».

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