Polizei ermittelt gegen Luzerner Mutter wegen Kindstötung

Kurz vor Weihnachten haben Beamte in einem Haus zwei tote Babys entdeckt. Einer der Säuglinge wies Kopfverletzungen auf.

Die Frau wendete sich wegen Beschwerden ans Spital: Die Frauenklinik des Kantonsspitals Luzern.

Die Frau wendete sich wegen Beschwerden ans Spital: Die Frauenklinik des Kantonsspitals Luzern. Bild: Screenshot Tele 1

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In der Stadt Luzern soll eine Mutter kurz vor Weihnachten mindestens eines ihrer zwei neugeborenen Kinder umgebracht und versteckt haben. Die Luzerner Staatsanwaltschaft ermittelt laut Angaben vom Freitag gegen die 20-jährige Serbin wegen Verdachts auf Kindstötung.

Die Zwillinge wurde von der Polizei Mitte Dezember in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt Luzern tot aufgefunden. Die Kinder befanden sich im Keller respektive in der Wohnung der Frau, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Gutachten belastet Frau

Die Mutter hatte sich zuvor wegen Schmerzen und Blutungen im Luzerner Kantonsspital behandeln lassen. Dabei stellten die Ärzte Anzeichen einer erfolgten Geburt fest und alarmierten die Polizei.

Für die Staatsanwaltschaft ist klar, dass die Frau mindestens das Erstgeborene nach der Geburt umgebracht und im Keller versteckt hat. Sie beruft sich dabei auf ein entsprechendes vorläufiges Gutachten vom Institut für Rechtsmedizin in Zürich.

Verletzungen am Kopf

Das Kind sei lebend zur Welt gekommen und weise Kopfverletzungen auf, erklärte Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Todesursache des zweiten Säuglings, der tot in der Wohnung gefunden worden war, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft führt dazu weitere Abklärungen durch.

Die Mutter befindet sich seit dem 17. Dezember 2015 in Untersuchungshaft. Zuvor hatte sie laut Simon Kopp widersprüchliche Angaben zu den Umständen gemacht und der Polizei auch die Existenz eines der Babys verheimlicht.

Die beschuldigte Mutter lebte gemäss Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft in einer Wohnung in der Stadt Luzern. Diese teilte sie sich mit ihren Eltern und einem ihrer Geschwister. Ob die Frau ein Geständnis abgelegt hat, wollte der Sprecher nicht sagen. (dia/sda)

Erstellt: 22.01.2016, 14:55 Uhr

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