Bern

Polizei war in der Tatnacht bei der in Bern getöteten Frau

Die in der Nacht auf Mittwoch erstochene Berner Wirtin war gleich zweimal in einen Streit verwickelt, den die Polizei schlichten musste. Involviert waren offenbar zwei verschiedene Personen.

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Gleich zweimal war die Berner Polizei bei der 34-jährigen Wirtin des Restaurants Il Padrino, kurz bevor sie am Mittwochmorgen um zwei Uhr im Nordquartier der Hauptstadt erstochen wurde. Am Montag wurden die Beamten zum Lokal gerufen, weil es einen Streit zwischen der Wirtin und ihrem Partner, dem mutmasslichen Täter, gab.

Es ging um eine zivilrechtliche Angelegenheit, teilt die Polizei mit. Was aber genau passiert ist, will sie nicht bekannt geben. «Die Polizisten konnten schlichten und rechtlich beraten», sagt eine Sprecherin. Sie hätten dafür gesorgt, dass die beiden die Nacht getrennt verbringen. Was genau passiert ist, sollte in weiteren Schritten angeschaut werden.

Partner war nicht da

Am Dienstag, nur Stunden vor der Tat, wurde die Polizei zur Wohnung der Wirtin an die Winkelriedstrasse gerufen. Wegen einer Meinungsverschiedenheit, wie die Polizei mitteilte. Hier kam es nicht zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Und: Der mutmassliche Täter war bei diesem Streit nicht anwesend.

Wer in der Wohnung gestritten hat und weshalb – dazu gibt die Polizei wiederum keine Auskunft, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Doch auch hier sei die Situation bereinigt gewesen, als die Beamten gingen. Die Polizei habe zu diesem Zeitpunkt nicht mehr tun können, sagt die Sprecherin. «Es gab keinen Hinweis darauf, dass die Situation eskalieren könnte.» Folglich hat die Wirtin die Polizei nicht um Hilfe gebeten, obwohl sie laut Zeugen verängstigt war. Sie habe noch am Abend vor ihrem Tod nach einem Anwalt gesucht, sagen Nachbarn.

Die Polizei ermittle in verschiedene Richtungen, so die Sprecherin. Der Fokus liege aber klar auf der Suche nach dem Partner. Der Spanier ist verschwunden und kein unbeschriebenes Blatt. Er führte lange ein Bordell in Hindelbank und sass bereits einmal in U-Haft – wegen eines Delikts aus Leidenschaft.

Erstellt: 20.07.2013, 10:29 Uhr

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