Polizist schrieb vor Tod emotionalen Facebook-Post

Der Afroamerikaner Montrell Jackson wurde im US-Staat Louisiana von einem Mann erschossen. Wenige Tage zuvor machte er einen bewegenden Facebook-Eintrag.

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Nur wenige Tage vor seiner Ermordung verfasste ein Polizist in Baton Rouge einen bewegenden Facebook-Post über sein Dasein als Beamter und Afroamerikaner. Er sei «physisch und emotional» erschöpft, schrieb Montrell Jackson laut seiner Bekannten Erika Green. In seiner Uniform ernte er böse, hasserfüllte Blicke, und wenn er aus ihr herausschlüpfe, werde er als Bedrohung betrachtet.

Der Facebook-Beitrag stammt vom 8. Juli. Drei Tage zuvor war der Afroamerikaner Alton Sterling in Baton von Polizisten erschossen worden.

Der Vorfall sollte der Auftakt einer extrem gespannten Phase im historisch belasteten Verhältnis zwischen schwarzen und weissen Bürgern in den USA werden. Einen Tag später wurde in St. Paul im Staat Minnesota ein weiterer Schwarzer, Philando Castile, während einer Verkehrskontrolle von einem Beamten erschossen; seine neben ihm im Auto sitzende Freundin stellte ein Video von ihrem blutüberströmten Partner per Livestream auf Facebook. Und am Tag darauf eröffnete ein schwarzer Heckenschütze während einer Anti-Rassismus-Demo in Dallas das Feuer auf Polizisten. Fünf Beamte starben.

Jackson hinterlässt Frau und Baby

Am Sonntag kam es daraufhin zur Bluttat in Baton Rouge. Montrell Jackson war einer der drei Beamten, die von einem als Schützen verdächtigten Ex-Marinesoldaten aus dem Hinterhalt getötet worden sein sollen. Seine Bekannte Green sagte der Nachrichtenagentur AP, sie sei mit Jacksons Familie befreundet und habe dessen Botschaft auf Facebook gelesen.

«Das sind herausfordernde Zeiten», schrieb Jackson. Bitte lasst den Hass nicht eure Herzen infizieren.»

Nach Angaben seines Halbbruders Kedrick Pitts hinterlässt Jackson eine Frau und einen vier Monate alten Sohn. (chk/sda)

Erstellt: 18.07.2016, 06:26 Uhr

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