Rega rettet 24 deutsche Wanderer aus Maggiatal

Die Rega musste gestern im Kanton Tessin ausrücken, um eine deutsche Wandergruppe zu retten. Die Evakuierung gestaltete sich aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse äusserst aufwendig.

Anspruchsvolle Evakuierung bei fortschreitender Dunkelheit: Rega-Helikopter im Maggiatal. (Foto: Rega)

Anspruchsvolle Evakuierung bei fortschreitender Dunkelheit: Rega-Helikopter im Maggiatal. (Foto: Rega)

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Am späten Samstagnachmittag kam es zu einem aufwendigen Rettungseinsatz im Tessin. Die Rega und die Bergretter des SAC Locarno mussten 24 deutschen Wanderern zu Hilfe eilen, die sich wegen der widrigen Wetterverhältnisse im Maggiatal in grossen Schwierigkeiten befanden.

Die Gruppe aus 24 Männern und Frauen war von der Cristallinahütte aufgebrochen und befand sich auf dem Weg zur Corno-Gries-Hütte im Bedrettotal, wie die Rega in einem Communiqué mitteilt. In der Nähe des Poncione di Valleggia auf 2700 Metern Höhe wurden sie von einem heftigen Gewitter überrascht, gefolgt von Nebel, wodurch die Gruppe im Fortkommen auf dem schneebedeckten Weg behindert wurde. Die verängstigten und erschöpften Personen alarmierten den Hüttenwart der Corno-Gries-Hütte, der kurz nach 17 Uhr die Rega alarmierte.

Nebel unterbrach die Evakuierung

Der Helikopter der Tessiner Rega-Einsatzbasis erreichte bald darauf mit zwei Bergrettern und einem Einsatzleiter der Rettungskolonne Locarno die Wanderer. Drei Flüge wurden benötigt, um die ersten elf Personen zu evakuieren und nach Robiei zu bringen. Anschliessend behinderte der Nebel die Einsatztätigkeit wieder.

Die weiteren 13 Personen wurden von den Bergrettern in etwas tiefer gelegenes Gelände (auf ca. 2400 m ü. M.) geführt, von wo sie schliesslich ebenfalls mit dem Helikopter evakuiert und zum Damm des Lago Cavagnoli gebracht werden konnten.

(mrs)

Erstellt: 28.07.2013, 17:59 Uhr

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