Samenspender muss Unterhalt bezahlen

Ein Mann im US-Staat Kansas spendete sein Sperma einem lesbischen Paar. Weil kein Arzt die künstliche Befruchtung vornahm, verurteilte eine Richterin den Spender zu Unterhaltszahlungen.

Ist «wegen des Prozederes» mehr als nur ein Samenspender: William Marotta. (Archivbild)

Ist «wegen des Prozederes» mehr als nur ein Samenspender: William Marotta. (Archivbild) Bild: Keystone

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Eine Richterin im US-Staat Kansas hat einen Samenspender zu Unterhaltszahlungen verurteilt. Der Mann hatte sich auf die Online-Anzeige eines lesbischen Paares gemeldet, weil dann jedoch kein zugelassener Arzt an der künstlich durchgeführten Befruchtung beteiligt war, muss er nun zahlen, wie Richterin Mary Mattivi vom Bezirksgericht Shawnee County in ihrer Urteilsbegründung vom Mittwoch erläuterte.

Der Mann sei wegen des besonderen Prozederes mehr als nur ein Samenspender und deswegen für das Kind verantwortlich, erklärte die Richterin. Das mit seinem Samen gezeugte Mädchen wurde im Jahr 2009 geboren.

Der Samenspender hatte argumentiert, dass er niemals vorgehabt habe, Vater des Kindes zu sein und deswegen auch vorab schriftlich auf seine elterlichen Rechte verzichtet habe. Das Sperma soll er damals in einer Plastiktasse an die beiden Frauen übergeben haben, wie das «Topeka Capital-Journal» auf seiner Internetseite berichtete. (chk/AP)

Erstellt: 23.01.2014, 04:03 Uhr

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