Schlechtes Wetter, weniger Tote

Die Zahl der tödlichen Bergunfälle ist 2012 mit 152 deutlich zurückgegangen. Beim Bergsport kamen 95 Personen ums Leben, gut ein Drittel weniger als im Vorjahr.

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Schlechtes Wetter vermieste im Bergjahr 2012 Wanderern und Alpinisten oftmals das Wochenende oder die Ferien. Auf die Unfallbilanz wirkte sich das positiv aus, wie der Schweizer Alpen-Club (SAC) mitteilt. Insgesamt mussten 2570 Personen die Bergrettung in Anspruch nehmen, 3 Prozent weniger als 2011.

Die Gesamtzahl der Todesfälle nahm gegenüber dem Vorjahr von 217 auf 152 ab. 43 Berggänger erlagen den Folgen einer Erkrankung, meist einem Herz-Kreislauf-Problem. Noch ausgeprägter ist der Rückgang beim eigentlichen Bergsport. Hier starben bei 86 Unfällen 95 Personen, 56 weniger als 2011. Das langjährige Mittel liegt bei 114 tödlichen Bergunfällen.

Häufigste Ursache: Absturz

Mehr Bergtote gab es 2012 nur beim Freeriden (Variantenabfahrten) mit 11 und beim Klettern im Fels mit 5 Toten. Am meisten Berggänger kamen beim Wandern um. Hier halbierte sich die Zahl der Bergtoten mit 32 gegenüber dem Vorjahr.

Die häufigste Ursache für tödliche Unfälle waren mit 57 Toten ein Sturz oder Absturz. In Lawinen fanden 16 Menschen den Tod. Je vier Berggänger starben durch Steinschlag oder Wechtenabbruch, drei an den Folgen eines Spalteneinsturzes. (bru/sda)

Erstellt: 22.03.2013, 12:06 Uhr

Insgesamt mussten 2570 Personen die Bergrettung in Anspruch nehmen: Gondelbahn in Verbier. (Archivbild) (Bild: Keystone )

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