Schüler verzweifeln an Läuseplage

Bald ein Jahr lang nerven Läuse die Kinder der Schulgemeinde Andwil-Arnegg SG. Zwei Mädchen haben genug.

Kleines Tier, grosse Plage: Eine Mutter verwendet bei ihrem Kind einen Lauskamm. (Archiv)

Kleines Tier, grosse Plage: Eine Mutter verwendet bei ihrem Kind einen Lauskamm. (Archiv) Bild: Gaëtan Bally/Keystone

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Seit elf Monaten plagen Läuse die Schülerinnen und Schüler im sankt-gallischen Andwil-Arnegg, wie Blick.ch berichtet. Zwei Mädchen hatten genug vom Juckreiz auf der Kopfhaut und sahen sich zum Handeln gezwungen. Sie schrieben einen Leserbrief, der in mehreren lokalen Zeitungen erschien. «Uns nerven die Läuse, und wir wollen sie loswerden. Bitte kontrolliert eure Kinder regelmässig und behandelt sie, wenn nötig mit Laus-Shampoo.»

Die Mädchen starteten sogar eine Petition, die bereits von 105 Mitschülern unterzeichnet wurde. «Es kann nur funktionieren, wenn alle Kinder lausfrei sind. Wenn nur eine Laus überlebt, beginnt die Plage von vorn», steht am Ende des Leserbriefes.

Schulleitung hat schon reagiert

Schulleiter Cyrill Wehrli hat Verständnis für die Anliegen der beiden Mädchen, wie er gegenüber der «Thurgauer Zeitung» sagt. Die Läuse seien jedoch in den vergangenen Monaten nicht permanent, sondern immer wieder aufgetreten. In Elternbriefen hätte die Schulleitung schon mehrmals darauf hingewiesen, wie man mit Läusen umgehen soll. Eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Häufung der Plagegeister habe es im letzten Winter gegeben. Wehrli: «Es brauchte drei Nachkontrollen, bis sie wieder weg waren.» Seither habe die Schulleitung keine Informationen über einen neuen Lausbefall erhalten.

Kopfläuse sind auf der ganzen Welt verbreitet. In Europa, so ergaben Studien, haben zwischen 0,9 und 20 Prozent der Vorschul- und Schulkinder Kopfläuse. Das Internet gibt Aufschluss darüber, wie man im Fall von Kopfläusen am besten vorgeht (zum Beispiel auf www.kopflaus.ch). (fal)

Erstellt: 18.06.2015, 10:53 Uhr

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