Schweinefleisch in Ikeas Elch-Lasagne

Nach Pferdefleisch im «Köttbullar» nun auch noch Schwein in der Elch-Lasagne: Beim Möbelhaus Ikea wurden schon wieder Lebensmittel falsch deklariert.

Billig, aber zweifelhaft: Werbeplakate für Ikea in Malmö. (25. Februar 2013)

Billig, aber zweifelhaft: Werbeplakate für Ikea in Malmö. (25. Februar 2013)

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Belgische Behörden haben Ende März einen Anteil von «etwas mehr als einem Prozent» Schweinefleisch in einer Lieferung Fertiglasagne für Ikea-Restaurants gefunden.

Das bestätigte eine Sprecherin der schwedischen Möbelkette am Samstag der Nachrichtenagentur DPA. Der zulässige Grenzwert für den laut Deklaration nur von Elchen stammenden Fleischanteil sei bei einem von 25 Tests überschritten worden.

Das Unternehmen reagierte mit der Sperrung von vorproduzierter Lasagne des heimischen Lieferanten Dafgård. Ausserdem habe man 17'600 schon ausgelieferte Portionen einer bestimmten Tagesproduktion wieder zurückgezogen, sagte die Sprecherin.

Nicht der erste Lebensmittelskandal bei Ikea

Ab Ende Februar hatte Ikea den Verkauf seiner populären Hackfleischklösse «Köttbullar» in fast ganz Europa für einen Monat gestoppt, nachdem Anteile Pferdefleisch entdeckt worden waren. Die Schweiz war davon nicht betroffen.

Im März stoppten chinesische Behörden die Einfuhr von Mandelkuchen für die Ikea-Restaurants wegen hoher Anteile von Darmbakterien. Auch in den Schweizer Ikea-Restaurants waren im September 2012 Schokoladen-Mandeltorten verkauft worden, die möglicherweise Kolibakterien enthielten, wie Mitte März bekannt geworden war. Die Bakterien waren aber nicht gesundheitsgefährdend. (kle/sda)

Erstellt: 06.04.2013, 14:04 Uhr

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