Schweizer Klima-Aktivisten vor Gericht

In Kopenhagen sind elf Greenpeace-Mitglieder angeklagt, darunter zwei Schweizer. Sie müssen sich wegen einer Protestaktion verantworten, die sie 2009 während des Klimagipfels durchgeführt hatten.

Der Grund für das Gerichtsverfahren: Greenpeace-Aktivisten stören als Leibwächter und Bankett-Gäste verkleidet ein königliches Dinner.

Der Grund für das Gerichtsverfahren: Greenpeace-Aktivisten stören als Leibwächter und Bankett-Gäste verkleidet ein königliches Dinner. Bild: Keystone

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Zwei Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace hatten sich im Dezember 2009 - als georgisches Präsidentenpaar verkleidet - in ein Gala-Essen für Staatsoberhäupter auf Schloss Christiansborg eingeschleust.

Im Empfangssaal der dänischen Königin enthüllten sie vor laufenden Kameras Plakate mit der Aufschrift «Politicians talk, Leaders act» (»Politiker reden, Führer handeln»), bevor sie festgenommen wurden.

Als Leibwächter verkleidet

Einer der beiden Schweizer hatte sich für das gewagte Vorhaben als Leibwächter verkleidet. Er wurde nach der Aktion verhaftet und sass 20 Tage in Dänemark in Untersuchungshaft. Die Rolle des anderen Schweizers ist nicht bekannt. Den am Coup beteiligten Aktivisten wird unter anderem Hausfriedensbruch vorgeworfen.

Den Angeklagten droht eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren. Als strafverschärfend gilt, dass die Protestaktion in der Nähe der dänischen Königin Margrethe durchgeführt wurde. Das Urteil wird am 19. August erwartet. (pbe/sda)

Erstellt: 20.06.2011, 13:08 Uhr

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