«Sie sind beide total durch den Wind»

Im Thurgau soll ein fünfjähriges Mädchen von einem 13-jährigen Jungen vergewaltigt worden sein, ihr Bruder musste zusehen. Der Vater der beiden erzählt in einem Interview, wie es seinen Kindern nun geht.

Schrecklicher Verdacht: In Arbon im Kanton Thurgau soll ein fünfjähriges Mädchen vergewaltigt worden sein.


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Zwei 13-jährige Jungen sollen im thurgauischen Arbon eine brutale Tat begangen haben: Sie lockten offenbar einen siebenjährigen Jungen und seine fünfjährige Schwester in einen Waldabschnitt und vergewaltigten dort das Mädchen, während ihr Bruder zusehen musste. In einem Interview mit 20min.ch meldete sich nun der Vater der beiden Kinder zu Wort. «Sie sind beide total durch den Wind», sagt er. Deswegen sei die Familie ins Ausland gefahren, um sie aus der Schusslinie zu nehmen.

«Mein Sohn macht sich Vorwürfe, er sagt, er hätte seiner Schwester helfen sollen», so der Vater weiter. Der Junge sei in sich gekehrt, spreche wenig und habe Angst, auf den Spielplatz zu gehen. Die Tochter sei in den letzten Tagen sehr still gewesen, verhalte sich nun aber wieder etwas normaler.

«Entschuldigt hat er sich nicht»

Nachdem sein Sohn ihm vom Vorfall erzählt habe, habe er den Täter zusammen mit dem Jungen zur Rede gestellt, erzählt der Vater. «Er schien eingeschüchtert, aber entschuldigt hat er sich nicht.» Seit dem Tag habe er weder vom 13-Jährigen noch von dessen Familie etwas gehört, obwohl diese in der Nachbarschaft wohnen würden.

Der Vater fordert eine harte Strafe für die Täter: «Ganz ehrlich, meinetwegen können sie sie wegsperren, irgendwohin, wo sie keinen Kindern mehr etwas antun können. Ein Heim oder auch ein Gefängnis wäre das Richtige.» Er werde seine Kinder nicht mehr aus den Augen lassen, solange die Täter noch auf freiem Fuss seien. «Wir werden dafür sorgen, dass unsere Kinder nie allein draussen sind.»

Die Jugendanwaltschaft und die Seelsorge haben sich laut dem Vater umgehend eingeschaltet, nachdem er sich bei der Polizei gemeldet hatte. Barbara Reifler, leitende Jugendanwältin des Kanton Thurgau, bestätigte heute gegenüber der sda, dass die Jugendanwaltschaft gegen zwei Jugendliche aus Arbon ermittelt. «Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sowohl der Opfer wie der Beschuldigten machen wir keine weiteren Angaben dazu.» (fko)

Erstellt: 18.07.2013, 13:24 Uhr

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