So viele Bergunfälle wie noch nie

Seit Freitag sind in den Bergen bereits wieder vier Menschen gestorben. Insgesamt ist es in der Schweiz zu so vielen Bergunfällen gekommen, wie noch nie.

Schön, aber gefährlich: Die Engelberger Berge am 12. August 2011.

Schön, aber gefährlich: Die Engelberger Berge am 12. August 2011. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

1400 Bergunfälle zählt der Schweizerische Alpen-Club (SAC) bisher in diesem Jahr. «Das sind so viele wie noch nie», sagt der SAC-Sicherheitsexperte Ueli Mosimann im «SonntagsBlick».

Allein gegenüber dem Vorjahr beträgt die Steigerung weit mehr als zehn Prozent. Das schöne Wetter an den Wochenenden lockt viele Bergwanderer und Alpinisten auf die höchsten Gipfel der Schweiz.

Nur schon dieses Wochenenden haben bisher vier Männer den Ausflug in die Bergen nicht überlebt: Ein 27-jähriger Österreicher und ein Deutscher starben im Kanton Wallis. Im Kanton Nidwalden kam ein erfahrener Berggänger ums Leben. Auch im Kanton Glarus stürzte eine Frau in den Tod.

Der Alpinismus ist zu einem Volkssport geworden. «Doch die Gefahr ist so gross wie nie», warnt Mosimann im «SonntagsBlick». Wegen der kalten Witterung in den Vormonaten hat sich in hohen Lagen eine Eis- und Schneeschicht gebildet, die nun bei den warmen Temperaturen auftaut. «Ein falscher Schritt, und man gleitet aus und stürzt in die Tiefe», erklärt der Experte die rekordhohe Vielzahl von Bergtoten in diesem Jahr.

Bisher 58 Tote in den Bergen

In der Schweiz ist die Zahl der Bergtoten in diesem Sommer beträchtlich. Allein am vergangenen Wochenende kamen sechs Menschen zu Tode. Bis Donnerstag letzter Woche mussten zwei weitere Menschen zur Bilanz hinzu addiert werden.

Nach einer Bilanz der Nachrichtenagentur sda beläuft sich die Zahl der Bergtoten im August auf bisher mindestens 19. Im Juli wurden 19 Bergtote gemeldet. Seit Jahresbeginn dürften damit 58 Menschen beim Bergwandern oder Klettern ums Leben gekommen sein. 2010 starben 124 Menschen beim klassischen Bergsport, 11 Prozent mehr als im Vorjahr. (bru)

Erstellt: 21.08.2011, 10:08 Uhr

Artikel zum Thema

Vier Tote in den Schweizer Bergen

Vier Männer haben den Ausflug in die Bergen nicht überlebt: Ein 27-jähriger Österreicher und ein Deutscher starben im Kanton Wallis. Im Kanton Nidwalden kam ein erfahrener Berggänger ums Leben. Mehr...

Sechs Tote in den Bergen

Mindestens sechs Berggänger sind seit Freitag in der Schweiz ums Leben gekommen. Wanderer, Kletterer und ein Landwirt verunglückten tödlich. Mehr...

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Blogs

Von Kopf bis Fuss Hoch mit dem Hintern!

Beruf + Berufung Nie mehr erkältet dank Zuckerverzicht

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Russische Torte: Indische Konditoren legen letzte Hand an eine essbare Kopie der Moskauer Basilius-Kathedrale, die sie für die 45. Kuchenausstellung geschaffen. (12. Dezember 2019)
(Bild: Jagadeesh NV) Mehr...