Starb Ariel Castro während einer Sexpraktik?

Ein neuer Bericht bezweifelt, dass sich der Entführer von Clevelend freiwillig das Leben nahm. Er sei mit heruntergelassener Hose erstickt vorgefunden worden. Es wurde auch kein Abschiedsbrief gefunden.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Entführer von Cleveland beging laut einem neuen Bericht womöglich doch nicht Selbstmord. Ariel Castro, der am 3. September erhängt in seiner Zelle aufgefunden worden war, könnte sich bei einer Sexpraktik versehentlich erdrosselt haben, hiess es in dem am Donnerstag veröffentlichten Untersuchungsbericht der Strafvollzugsbehörden des US-Bundesstaats Ohio. Demnach könnte er ungewollt bei einer Praxis gestorben sein, die darin besteht, die Sauerstoffzufuhr des Gehirns zu verringern, um daraus sexuelle Lust zu erlangen.

Der 53-jährige frühere Busfahrer, der nach eigener Aussage besessen von Pornographie war, war erhängt an einem Laken aufgefunden worden, das an einem Fensterscharnier seiner Zelle befestigt war. Laut dem Bericht war seine Hose und Unterhose bis zu den Knöcheln heruntergelassen. «Die Bedeutung dieser Tatsache ist unklar», hiess es dazu in dem Papier. Gegen einen Selbstmord spricht laut dem Bericht, dass er keinen Abschiedsbrief hinterliess und zuvor auch keine Suizidtendenzen zeigte.

Castro war am 1. August zu lebenslanger Haft plus tausend Jahre verurteilt worden, weil er drei junge Frauen entführt und in seinem Haus über Jahre eingesperrt, misshandelt und vergewaltigt hatte. Als eine von ihnen schwanger wurde, tötete Castro den Fötus durch Schläge in den Bauch. Das jahrelange Martyrium der Frauen endete erst im Mai dieses Jahres, als eine der Frauen mit ihrer in der Gefangenschaft geborenen Tochter mit Hilfe eines Nachbarn fliehen konnte und die Polizei alarmierte. (chk/AFP)

Erstellt: 11.10.2013, 04:17 Uhr

Artikel zum Thema

Ariel Castro erhängte sich in seiner Zelle

Der Entführer von Cleveland hat Behördenangaben zufolge Selbstmord begangen. Anfang August war der 53-Jährige zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Damals sagte er: «Ich bin kein Monster. Ich bin krank.» Mehr...

Ein Bagger macht das Horrorhaus von Cleveland dem Erdboden gleich

Von Ariel Castros Verlies bleibt nichts übrig: Das Haus des Entführers und Vergewaltigers von Cleveland ist abgerissen worden. Die Behörden wollten verhindern, dass sogenannte Murderabilia in Umlauf kommen. Mehr...

Ariel Castro schuldig gesprochen

Der Entführer von Cleveland erklärte vor Gericht, er sei selbst als Kind Opfer sexuellen Missbrauchs gewesen. Um der Todesstrafe zu entgehen, bekannte er sich in fast allen Anklagepunkten schuldig. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blogs

History Reloaded 30 Jahre Winter nach dem Prager Frühling

Michèle & Friends Wenn Spiegel überflüssig werden

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Die Welt in Bildern

Kunstsprung: Ein Dompteur springt auf der Krim ins Wasser, während zwei Elefanten eines lokalen Zirkusses ein Bad im Meer nehmen. (20.August 2018)
(Bild: Pavel Rebrov) Mehr...