Stein fällt in berühmter Florentiner Kirche auf Tourist – tot

In der frisch renovierten Kirche Santa Croce wurde ein Spanier von einem dekorativen Element am Kopf getroffen. Der Gegenstand befand sich in 20 Metern Höhe.

Tödlicher Unfall in Florenz: Rettungssanitäter verlassen die berühmte Kirche Santa Croce. Video: Tamedia/AP

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In der Santa Croce, einer bekannten Kirche in der italienischen Stadt Florenz, hat sich ein tödlicher Unfall ereignet. Ein spanischer Tourist ist in der Santa Croce von einem aus grosser Höhe herabfallenden Stein tödlich getroffen worden.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag meldet, befand sich das dekorative Element in einem Gang der Kirche in 20 Metern Höhe. Es sei dem 52-jährigen Spanier auf den Kopf gefallen. In weiteren italienischen Medienberichten hiess es, der Stein sei 15 mal 15 Zentimeter gross gewesen.

Möglicherweise fehlerhafte Renovation

Erst gerade wurde die Basilika renoviert. Der Zwischenfall alarmierte deshalb Regierung und Behörden; Kulturminister Dario Franceschini sagte in New York, die Staatsanwaltschaft werde prüfen, ob er auf fehlerhafte Renovierungsarbeiten zurück geht.

Santa Croce mit seiner neugotischen Fassade ist eine der berühmtesten Kirchen von Florenz. In ihr sind Michelangelo, Galileo Galilei und Niccolo Machiavelli begraben.

Mehrjährige Renovierungsarbeiten in Zusammenarbeit mit der Zivilschutzbehörde waren kürzlich beendet worden, sagte die Leiterin der die Kirche verwaltenden Organisation, Irene Sanesi, der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. «Aus diesem Grund ist die gesamte Arbeit über die Jahre stetig erledigt worden. Wir sind erstaunt über das Geschehen und fragen uns selbst, wie es dazu kommen konnte», sagte Sanesi.

Die Behörden überprüften die Stabilität des Bauwerks und schlossen die Kirche auf unbestimmte Zeit. Santa Croce wird täglich von vielen Touristen besucht.

Viele offene Fragen

Der Zwischenfall liess erneut Fragen nach dem Zustand des grossen kulturellen Erbes von Italien laut werden. Viele alte Bauwerke sind renovierungsbedürftig; erst im Juli wurden in der Kathedrale von Acireale auf Sizilien ein Kleinkind und ein Erwachsener schwer verletzt, als bei einer Hochzeit Mörtel von der Decke fiel. 1989 kamen vier Menschen ums Leben, als in Pavia der aus dem 14. Jahrhundert stammende Glockenturm einstürzte. Die Ursache dafür ist bis heute nicht geklärt.

(kfi/dapd)

Erstellt: 19.10.2017, 18:35 Uhr

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