Swiss-Passagiere mussten kurz nach Start umkehren

Ein geleaster Flug der Swiss nach England musste gestern auf halber Strecke umkehren. Über 90 Passagiere waren vom Vorfall betroffen. Grund war ein technisches Problem, das nur «sehr selten» vorkomme.

Probleme in der Luft: Helvetic Airways-Maschine des Typs Fokker 100. (Archivbild)

Probleme in der Luft: Helvetic Airways-Maschine des Typs Fokker 100. (Archivbild) Bild: Keystone

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Mit rund einer halben Stunde Verspätung hob gestern um 17.55 Uhr in Kloten das Flugzeug von Leserreporter Stephan F. in Richtung Birmingham ab. Nach gut einem Drittel der Wegstrecke musste die von der Swiss eingesetzte Helvetic Airways-Maschine den Flug abbrechen und kehrte zum Flughafen in Kloten zurück. «Der Pilot nannte technische Probleme als Begründung», sagt Stephan F.

Swiss und Helvetic Airways bestätigen gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet den Vorfall: Etwas mehr als 90 Passagiere seien davon betroffen gewesen, sagt Tobias Pogorevc, Mediensprecher von Helvetic Airways. Als Grund für die Rückkehr gibt Pogorevc Probleme mit der Abluft an, die zum Druckausgleich im Cockpit benötigt wird. Nach einer Warnmeldung kontaktierte der Pilot die Wartungsabteilung in Zürich-Kloten. Diese wies den Piloten zur sofortigen Rückkehr an. Um 19.13 Uhr notierte die Flugüberwachung Skyguide eine ausserordentliche Landung einer Maschine aus Birmingham. In der Folge wurde der Flug der Maschine des Typs Fokker 100 annulliert.

Seltener Vorfall

Flugabbrüche seien im Grunde nichts Aussergewöhnliches, doch so was wie gestern käme eher selten vor. Auch sei das Flugzeug des Typs Fokker 100 «nicht pannenanfälliger als ein Airbus», sagt Pogorovc. Vorfälle dieser Art gäbe es nur etwa alle zwei Jahre. «Entweder war die Triebwerkluft zu heiss oder es bestand ein Leck», sagt der Mediensprecher. Die genauen Details müssten noch überprüft werden. Das Leben der Passagiere und Crew sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen, «doch im Zweifelsfall kehren wir halt lieber um», sagt Pogorevc.

Die rund 90 betroffenen Passagiere mussten die Nacht in einem Hotel oder bei Verwandten verbringen. Heute Morgen brachte eine Maschine der Swiss die Reisenden ans Ziel. Die Unkosten, die dabei entstanden, würden von der Fluggesellschaft zurückerstattet, sagt Pogorevc. (mrs)

Erstellt: 27.09.2011, 10:16 Uhr

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