Temperaturen bis 39 Grad – Bund warnt vor Hitzewelle

Die Hitze kommt zu Wochenbeginn – und sie bleibt. In weiten Teilen der Schweiz gilt Gefahrenstufe 3.

Badeplausch im Verzasca-Tal: Die höchsten Temperaturen erwarten die Meteorologen Mitte der Woche. (Keystone/Jean-Christophe Bott/Archiv)

Badeplausch im Verzasca-Tal: Die höchsten Temperaturen erwarten die Meteorologen Mitte der Woche. (Keystone/Jean-Christophe Bott/Archiv)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Bundesamt für Meteorologie (MeteoSchweiz) warnt für die kommende Woche vor einer Hitzewelle. Die Woche werde schwülheiss. Das Bundesamt gibt darum eine Hitzewarnung der Stufe 3 heraus. Von Dienstag bis Donnerstag sind lokal 39 Grad möglich.

Die Luftfeuchtigkeit dürfte zwischen 25 und 45 Prozent liegen, heisst es auf der Homepage. Die hohen Temperaturen sind in allen Landesteilen zu erwarten. Für gewisse Bevölkerungsgruppen stellt ein solches Wetter ein Gesundheitsrisiko dar.

Grund für die Hitze ist ein Hoch, das sich vom westlichen Mittelmeerraum nach Mitteleuropa ausdehnt. Es trocknet und erwärmt die Luftmassen im Alpenraum. Am Montag strömt aus Südosten zunehmend heisse Luft ins Land.

Heisse Luft aus Nordafrika

Das Hoch über Mittel- und Südeuropa verstärkt sich im Anschluss und die heisse Luft aus Nordafrika strömt weiter zu. Damit kommt eine mehrtägige Hitzewelle auf die Schweiz zu. Am Montag erreichen die Höchstwerte 30 Grad, von Dienstag bis Donnerstag steigen sie auf 33 bis 37 Grad. Dabei kann es auf der Alpennordseite lokal bis 39 Grad heiss werden.

In der Nacht auf Mittwoch ist besonders in den Städten mit einer Tropennacht zu rechnen, die Temperatur sinkt also nicht unter 20 Grad. Eine Ende der Hitzewelle ist erst am kommenden Sonntag absehbar.

MeteoSchweiz rät, körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit zu unterlassen, Wohnung und Körper kühl zu halten, viel Wasser zu trinken, erfrischende Speisen zu sich zu nehmen und den Salzverlust auszugleichen.

Vorkehrungen treffen

Bei erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfweh, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall ist Handeln angesagt. Wer darunter leidet, muss sich hinlegen und den Körper abkühlen sowie frisches Wasser trinken. Bringt das nichts, ist medizinische Hilfe angezeigt.

Der kühle Sprung in einen Fluss ist zudem derzeit mit Vorsicht zu geniessen. Wegen der hohen Abflussmengen ist auch die Strömung stark. Das Wasser in Hochwasser führenden Flüssen ist trüb, so dass Gefahrenstellen kaum sichtbar sind. Zudem ist das Wasser für die Jahreszeit noch relativ kalt.

(ij/fal/sda)

Erstellt: 23.06.2019, 22:28 Uhr

Artikel zum Thema

Die Umsätze steigen schneller als die Temperaturen

Onlinehändler werden überrannt: Schweizerinnen und Schweizer decken sich mit Ventilatoren und Klimageräten ein. Mehr...

Unwetter im Kanton Neuenburg – mehrere Häuser unbewohnbar

Nach heftigen Gewittern trat im Val-de-Ruz ein Bach über die Ufer und richtete beträchtliche Schäden an. Die Glückskette hat Hilfe angekündigt. Mehr...

Hitzewelle war nur wegen des Klimawandels möglich

ETH-Forscher haben die grossflächige Hitze untersucht, die vergangenen Sommer Europa, Nordamerika und Asien erfasst hat. Sie sind alarmiert. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Kommentare

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Kunst in der Luft: Seifenblasen machen Spass vor dem Louvre in Paris. (19. Juli 2019)
(Bild: Alain Jocard) Mehr...