Tessin erlebt heftigsten Schneefall seit 1975

Das Tessin ist unter einer weissen Decke erwacht. Bis zu 35 Zentimeter Schnee sind gefallen. Für die Region ein ungewöhnliches Wetterereignis, sagt ein Meteorologe. Auch im Norden sind weitere Flocken möglich.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Tessin ist der Winter zurückgekehrt. In der Nacht auf heute schneite es für den Monat März ungewöhnlich stark. Am Morgen lagen nach Angaben von Meteo Schweiz rund zehn Zentimeter Schnee in der Ebene und bis zu 35 Zentimeter in den höheren Lagen.

Der Strassenverkehr sei aber kaum beeinträchtigt, teilte die Tessiner Polizei heute Morgen mit. Grössere Unfälle habe es nicht gegeben. Einschränkungen sind vor allem für den Schwerverkehr gemeldet.

Weitere Schneefälle bis zum Mittag

Die Autobahnen A 2 und A 13 wurden zwischen Chiasso und dem Gotthardtunnel respektive Chur-Süd wegen Schnees für den LKW-Verkehr vorübergehend gesperrt. Probleme gab es auch am Flughafen Lugano-Agno. Dort fielen am Morgen mehrere Flüge aus.

Bis zum Mittag wurden weitere Schneefälle erwartet. Nach Angaben von Meteo Schweiz steigt die Schneefallgrenze anschliessend auf rund 700 Höhenmeter. In den tieferen Ebenen werde es entsprechend regnen, in den Bergen bis zum Abend weitere zehn Zentimeter Neuschnee geben.

Letztes Mal im März 1975

Es sei für das Tessin ein ungewöhnliches Wetterereignis, sagte Meteorologe Fosco Spinedi von Meteo Schweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zum letzten Mal habe es 1975 Mitte März in der Südschweiz so starken Schneefall gegeben. Schuld daran seien unter anderem feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum.

Auch im Rest der Schweiz gibt es heute einen nassen Tag. Nach einem regnerischen Vormittag lockern sich die Wolken von Westen her auf. In der Ostschweiz bleibt es bis zum Abend bewölkt.

Schaurige Aussichten

Ab Dienstag meldet sich im Tessin langsam der Frühling zurück. Laut Spinedi liegen die Temperaturen mit maximal zehn bis zwölf Grad in den kommenden Tagen noch unter dem Durchschnitt. Doch sei zumindest bis zum Wochenende – mit einer kleinen Regenunterbrechung am Mittwoch – sonniges Wetter gemeldet.

Im Norden geht es bis am Donnerstag wechselhaft weiter. Am Dienstag und am Donnerstag ist mit intensiveren Schauern zu rechnen, Flocken bis ins Flachland sind möglich. (wid/sda)

Erstellt: 18.03.2013, 13:50 Uhr

Artikel zum Thema

Heftige Stürme in Osteuropa, Schnee auf Mallorca

Kurz vor dem Frühlingsanfang spielt das Wetter in vielen Teilen Europas verrückt. Vor allem im Osten legten Schneestürme und Unwetter den Verkehr lahm. Mehr...

Schwere Schneefälle in Japan – acht Tote

Auf der Insel Hokkaido starben eine Frau und ihre drei Kinder, weil ihr Auto im Schnee versank. Eine 23-Jährige erfror. Drei weitere Menschen wurden tot im Schnee gefunden. Mehr...

In drei Monaten nur 126 Stunden Sonnenschein

Der Winter ist bald vorbei, Zeit für eine Bilanz: In den letzten drei Monaten war es nur mittelmässig kalt, es fielen Massen an Schnee und es war sehr, sehr trübe. Nun beginnt das lange Warten auf den Frühling. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Blogs

Sweet Home Nehmen Sie sich Zeit für Veränderungen

Geldblog So streng ist der PK-Vorbezug limitiert

Die Welt in Bildern

Eingewickelt in Bananenblätter: Ein «Schlammmensch» nimmt auf den Philippinen am Taong Putik Festival teil. (24. Juni 2019)
(Bild: Ezra Acayan) Mehr...