Texas richtet geistig zurückgebliebenen Mann hin

In jedem anderen Bundesstaat wäre er zu lebenslanger Haft verurteilt worden: Texas hat einen 57-jährigen Mörder mit der Giftspritze hingerichtet – obwohl er einen sehr niedrigen IQ hat.

War vor seiner Hinrichtung auf Bewährung frei gewesen: Robert Ladd.

War vor seiner Hinrichtung auf Bewährung frei gewesen: Robert Ladd.

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Im US-Bundesstaat Texas ist ein verurteilter Vergewaltiger und Mörder hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen den 57-jährigen, geistig zurückgebliebenen Robert Ladd wurde in Huntsville per Giftspritze vollstreckt, wie die Behörden mitteilten.

Sein Anwalt hatte den Obersten Gerichtshof angerufen, um die Todesstrafe noch abzuwenden, weil der Mann geistig zurückgeblieben war. Er hatte einen Intelligenzquotienten von 67. Ausserhalb von Texas wäre er damit zu lebenslanger Haft verurteilt worden, aber nicht zur Todesstrafe, sagte der Anwalt Brian Stull.

Ladd hatte im Jahr 1996 eine junge Frau vergewaltigt und ermordet. Er war auf Bewährung auf freiem Fuss; 18 Jahre zuvor hatte er ein ähnliches Verbrechen begangen. Seine Hinrichtung war die sechste in den USA in diesem Jahr. (kpn/sda)

Erstellt: 30.01.2015, 08:14 Uhr

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