Thomas Fuchs ist für Anarchie – zumindest beim Parkieren

Die Polizei glaubt Thomas Fuchs nicht, dass er seinen Wagen für einen Güterumschlag auf dem Trottoir parkiert habe. Auf seiner Homepage bekennt sich der SVP-Nationalrat in Sachen Parkieren offen zur Anarchie.

«Gesetz, beim Parkieren in der Stadt Bern Anarchie» Thomas Fuchs auf seiner Homepage.

«Gesetz, beim Parkieren in der Stadt Bern Anarchie» Thomas Fuchs auf seiner Homepage. Bild: Urs Baumann

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Der Artikel, wonach SVP-Nationalrat Thomas Fuchs vor den Augen der Polizei falsch parkierte, provozierte auf Bernerzeitung.ch über fünfzig Kommentare. Die einen kritisierten Fuchs, andere suchten zu beschwichtigen. Dritte ärgerte, dass anwesende Polizisten Fuchs weder angehalten noch gebüsst hätten.

«Die beiden Polizisten waren nicht im Dienst und hatten deshalb keinen Bussenblock dabei», sagte eine Sprecherin der Polizei. Vor Ort seien Aufnahmen für einen Film der Feuerwehr gemacht worden, in dem die Polizisten als Statisten aufträten. An der Aussage, dass Fuchs per Post noch gebüsst werde, hielt die Polizeisprecherin fest. «Laut unserer Einschätzung handelte es sich nicht um Güterumschlag.»

Fuchs und das Parkieren

Auf seiner Internet-Seite streicht Fuchs heraus, er engagiere sich dafür, «dass Kriminalität nicht toleriert und dagegen konsequent vorgegangen» werde. In der Antwort auf eine von 174 Fragen eines Fragebogens, den er auf der gleichen Seite ausfüllt, zeigt Fuchs aber gleich auf, wo er zur Bestätigung dieser Regel eine Ausnahme macht. Gesetz oder Anarchie, muss er sich entscheiden. Fuchs’ Antwort: «Gesetz, beim Parkieren in der Stadt Bern Anarchie.»

Erstellt: 19.08.2011, 11:17 Uhr

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