US-Schatzsucher finden zweiten Millionenschatz

Wenige Wochen nach ihrem Rekordfund haben US-Schatzsucher im Atlantik einen weiteren Fund gemacht. An Bord der «Mantola» soll sich Silber im Wert von 18 Millionen Dollar befinden.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Eine Glückssträhne für die Schatzsucher von Odyssey Marine Exploration: Die US-Firma hat ihren zweiten Silberschatz innerhalb von nur wenigen Wochen geortet. Das Unternehmen stiess im Nordatlantik auf das Wrack des britischen Dampfers «Mantola», welcher laut der «New York Times» Silber im Wert von 18 Millionen Dollar an Bord hat.

Im September hatte Odyssey Marine Exploration für Schlagzeilen gesorgt, als den kommerziellen Schatzsuchern ein Rekordfund glückte. Das Team aus Tampa, Florida, hatte das Wrack der SS «Gairsoppa» aufgespürt, in dessen Rumpf man rund 220 Tonnen Silber mit einem geschätzten Wert von 200 Millionen Dollar fand.

Bergung im Frühjahr

Während der zweiten Expedition im Auftrag der britischen Regierung hat ein Tauchroboter der US-Schatzsucher Ende September die Überreste des englischen Frachters «Mantola» 480 Kilometer vor der irischen Küste entdeckt. Das Schiff liegt auf einer Tiefe von etwa 2500 Meter, wohin es nach einem Torpedoangriff eines deutschen U-Bootes 1917 gesunken war. Der Dampfer, welcher mit 20 Tonnen Silber unterging, konnte dank der Vermessung des Rumpfes und der Entdeckung des Schriftzuges «Mantola, Glasgow» am Heck identifiziert werden. Er liegt nur etwa 160 Kilometer vom Wrack der «Gairsoppa» entfernt.

Der Enthusiasmus über den Fund beschränkt sich bei Greg Stemm, Chef von Odyssey Marine Exploration, vorerst auf technische Aspekte. «Das Silber der «Mantola» ist ein gutes Ziel, um unsere neuste Technologie zur Tiefseebergung zu testen.» Tatsächlich erlauben es erst die jüngeren Generationen von Tauchrobotern, dass überhaupt an eine Schatzsuche in Tiefen, wie jener, in der das englische Schiff liegt, gedacht werden kann. Aus wettertechnischen Gründen wird die US-Firma mit der Bergung aber bis im Frühjahr warten müssen.

Anteil von 80 Prozent

Freuen dürften sich die Schatzsucher aber schon jetzt. Denn während 20 Prozent des Silberwertes an die britische Regierung gehen, darf Odyssey Marine Exploration mit 80 Prozent den Löwenanteil einstreichen. Dies ist ein Erfolg, den die Firma dringend braucht. Laut dem Online-Magazin «Tampabay.com» verlor das Unternehmen vor Kurzem den Rechtsstreit um den 500-Millionen-Dollar-Schatz der «Nuestra Senora de las Mercedes». Die Silber- und Goldmünzen, welche die US-Schatzsucher vor der Küste Portugals entdeckt hatten, wurde Spanien zugesprochen. Die Aktie von Odyssey Marine Exploration sackte danach in den Keller. (kpn)

Erstellt: 10.10.2011, 18:43 Uhr

Bildstrecke

Spektakuläre Schätze aus Schiffswracks

Spektakuläre Schätze aus Schiffswracks Schon viele Schiffe sind mit Gold oder Silber an Bord gesunken.

Artikel zum Thema

U-Boot findet gigantischen Silberschatz

Im Atlantik ist ein im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen versenktes britisches Frachtschiff mit mehr als 240 Tonnen Silberbarren an Bord lokalisiert worden. Das Beutegut wird auf 150 Millionen Euro geschätzt. Mehr...

Die spektakulärsten Schätze in Schiffswracks

Die Entdeckung eines britischen Frachtschiffes mit 240 Tonnen Silberbarren hat die Fantasie der Schatzsucher angeregt. Schon viele Schiffe sind mit Gold oder Silber auf den Meeresgrund gesunken. Hier die spannendsten Funde. Mehr...

Sondereinheit soll Edelsteine und Gold bewachen

Nach dem Fund des Millionen-Schatzes in einem indischen Tempel werden vorerst keine neuen Kammern geöffnet. Das Oberste Gericht will zuerst ein Inventar der Funde und einen verstärkten Schutz der Anlage. Mehr...

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Kommentare

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Die Welt in Bildern

Weisse Pracht: Schneebedeckte Chalet-Dächer in Bellwald. (18. November 2019)
(Bild: Jean-Christophe Bott) Mehr...