US-Todeskandidat wird mit Suizid-Gift hingerichtet

In den USA wird erstmals ein zum Tode Verurteilter mit einem Medikament hingerichtet, das Sterbehilfeorganisationen einsetzen. Ein Gnadengesuch wurde abgelehnt.

Umstrittene Methoden: Ein Hinrichtungsraum in den USA.

Umstrittene Methoden: Ein Hinrichtungsraum in den USA. Bild: Keystone

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Erstmals kommt in den USA bei einer Hinrichtung einzig das Barbiturat Pentobarbital zur Anwendung. Sterbehilfeorganisationen setzen das Medikament ein, um den Tod durch Einschlafen und Ersticken herbeizuführen.

Früher wurde das Mittel in der Humanmedizin als Schlafmittel genutzt, heute wird es in der Tiermedizin beim Einschläfern eingesetzt. Bislang war Pentobarbital bei Hinrichtungen mit der Giftspritze nur einer von vielen Bestandteilen eines tödlichen Medikamenten-Cocktails.

Der Gouverneur des US-Staates Ohio hatte am Freitag das Gnadengesuch des Todeskandidaten abgelehnt. Der 37-Jährige hatte eine südkoreanische Einwanderin ermordet. Deren Familie ist gegen die Todesstrafe. Die Hinrichtung ist für kommenden Donnerstag angesetzt. (jak/sda)

Erstellt: 05.03.2011, 09:25 Uhr

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