Unwetter auf Sardinien fordert zahlreiche Tote

Nach einem Sturm mit heftigen Niederschlägen herrschten auf der italienischen Mittelmeerinsel chaotische Zustände. Noch immer sind Orte von der Aussenwelt abgeschnitten – und es droht noch mehr Regen.

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Die Zahl der Toten nach den schweren Unwettern auf Sardinien ist weiter gestiegen. Der Präsident der Region, Ugo Cappellacci, sprach von 17 Toten. Es seien noch Orte von der Aussenwelt abgeschnitten, wo die Lage unklar sei, sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, im Fernsehsender Rai News zur Lage auf der italienischen Mittelmeerinsel.

20'000 Menschen seien von den Unwettern betroffen, berichtete der Gemeindepräsident der Hafenstadt Olbia, Gianni Giovannelli. Ein Notstandskomitee wurde eingesetzt, um den evakuierten Familien Unterstützung zu sichern und die Schäden zu überprüfen.

Regierungschef Enrico Letta versprach, dass der Staat alles unternehmen werde, um den betroffenen Familien Hilfe zu leisten. Der Regierungschef wollte selber in das Katastrophengebiet reisen. Er sprach von einer «nationalen Tragödie».

Es regnet weiter

Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Rettungskräfte waren die ganze Nacht im Einsatz. Die Höhe der Schäden ist noch unklar. Die Schlechtwetterfront Cleopatra hatte sintflutartige Regenfälle gebracht und Flüsse über die Ufer treten lassen.

In Olbia war mit 93 Liter Regen auf einen Quadratmeter in 24 Stunden die sonst übliche Gesamtniederschlagsmenge für den Monat November überschritten. Sonst fallen im November durchschnittlich 76 Liter pro Quadratmeter, wie der Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes, Stefan Bach, erläuterte. Die Wetterdienste sagten weitere Regenfälle für die Region voraus. (chk/ami/sda)

Erstellt: 19.11.2013, 11:20 Uhr

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Unwetter auf Sardinien. (Quelle: Storyful.com)

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