Köniz

Verdacht auf Kinderpornos in Könizer Tagesfamilie

Kinderbetreuer aus dem bernischen Köniz stehen unter Kinderporno-Verdacht. Bei einer Hausdurchsuchung wurde verdächtiges EDV-Material sichergestellt.

Die Ermittlungen sind noch im Gang: Mann hält CD-Rom. (Symbolbild).

Die Ermittlungen sind noch im Gang: Mann hält CD-Rom. (Symbolbild). Bild: Keystone

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Bei einer Tagesfamilie in Köniz ist Computermaterial mit Verdacht auf kinderpornografischen Inhalt sichergestellt worden. Das teilte die Gemeinde Köniz mit. Das Betreuungsverhältnis mit der Tagesfamilie sei unverzüglich aufgelöst worden.

Nach Angaben der Direktion Bildung und Soziales wurde das Material im Rahmen einer Hausdurchsuchung sichergestellt. Die Ermittlungen der Untersuchungsbehörden seien im Gang, hiess es. «Bis zum Abschluss gilt die Unschuldsvermutung.»

Die Eltern der drei betroffenen Kinder seien informiert worden, sagte Gemeinderat Thomas Brönnimann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Auch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde sei ins Bild gesetzt worden.

«Unerfreulicher Vorfall»

Laut Brönnimann wurde das verdächtige Material beim Ehemann der Tagesmutter sichergestellt. Er habe zurzeit keine Hinweise, dass das Material in Zusammenhang mit den drei betreuten Kindern stehe. Den Behörden lägen auch keine Hinweise vor, wonach es zu Übergriffen auf die Kinder gekommen wäre. Er selber habe letzte Woche von dem «unerfreulichen Vorfall» gehört.

Zunächst sei sich die Gemeinde unschlüssig gewesen, ob sie den Vorfall überhaupt öffentlich machen wolle. Schliesslich habe man sich zu diesem Schritt entschieden, «weil wir nicht wissen, was die Ermittlungen noch zu Tage fördern».

Das System der Tagesfamilien ist in ländlichen Gemeinden stärker verbreitet als in Städten, wo berufstätige Eltern ihre Kinder meist in Kindertagesstätten (Kitas) betreuen lassen. In Köniz werden laut Brönnimann wohl mehr als hundert Kinder in Tagesfamilien betreut.

Dabei schauen Erwachsene tagsüber zu Kindern bis etwa zur sechsten Klasse. Die «Kibe Region Köniz» kümmert sich um die Vermittlung von Kindern in Kitas und Tagesfamilien.

Wo die drei Kinder künftig betreut werden, ist laut Brönnimann offen. «Wir müssen nun eine neue Lösung suchen.» (cla/mrs)

Erstellt: 17.03.2014, 12:04 Uhr

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