Vier Tote in den Schweizer Bergen

Vier Männer haben den Ausflug in die Bergen nicht überlebt: Ein 27-jähriger Österreicher und ein Deutscher starben im Kanton Wallis. Im Kanton Nidwalden kam ein erfahrener Berggänger ums Leben.

Die Air-Zermatt fand heute die Leiche: Ein 43-jähriger Deutscher fand am Lagginhorn VS den Tod. (Archivbild)

Die Air-Zermatt fand heute die Leiche: Ein 43-jähriger Deutscher fand am Lagginhorn VS den Tod. (Archivbild) Bild: //www.snowplow.ch

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Ein 71-jähriger Mann wurde am Freitag beim Vergrössern eines Felsenlochs von Steinen erschlagen. Der Mann wollte auf freiwilliger Basis das Felsloch im Gebiet der Bannalper Schonegg im Kanton Nidwalden ähnlich dem Martinsloch im Kanton Glarus vergrössern. Es sollte so für andere Berggänger sichtbar werden, wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilt.

Der Mann sei gesichert gewesen und habe mit herkömmlichen Werkzeugen am Loch gearbeitet, sagte Polizeisprecher Jürg Wobmann. Offenbar habe er noch ein letztes Felsstück herausziehen wollen, als sich seitlich und oben Felsstücke lösten. Eines traf ihn tödlich.

Ein Begleiter, auch er ein erfahrener Berggänger, versuchte den Mann wieder zu beleben und alarmierte die Rega. Diese barg das Opfer mit der Seilwinde und flog es nach Stans.

Die Polizei geht davon aus, dass das Loch ursprünglich einen Durchmesser von 40 Zentimetern hatte, wie Wobmann sagte. Nun schätze er dessen Grösse auf 1,5 Meter Höhe und 1 Meter Breite.

Drei weitere Bergtote

Im Wallis stürzte am gestern Morgen ein 27-jähriger Österreicher beim Abstieg vom Dent-Blanche über den Südgrat zu Tode. Weshalb der junge Mann, der in Begleitung war, 400 Meter tief abstürzte, war gestern unklar.

Im Kanton Glarus stürzte eine 65-Jährige aus dem Kanton Aargau gestern am Schattenstock bei Braunwald GL in den Tod. Die vorangehende Tochter hörte Steine rollen, drehte sich um und sah die Mutter abstürzen. Die Tochter meldete den Absturz im Ortstockhaus, da sie an der Absturzstelle keinen Mobiltelefon-Empfang hatte.

Die Rega brach gegen 20 Uhr auf. Die Suchaktion gestaltete sich wegen der einfallenden Nacht schwierig. Erst um 0.20 Uhr am Sonntag konnte die Leiche geortet und geborgen werden.

Leiche beim Lagginhorn

Gestern Morgen fand die Air-Zermatt ausserdem die Leiche eines 43-jährigen Deutschen am Lagginhorn. Der Mann war am Freitag alleine auf den Gipfel gestiegen. Als er am Abend nicht zurückkehrte, alarmierte seine Familie die Rettung.

Verschiedene Suchaktionen mit dem Helikopter blieben am Freitag erfolglos. Erst gestern konnte die Besatzung eines Helikopters die Leiche an der Westflanke finden. Der Mann war rund 50 Meter in die Tiefe gestürzt. (bru/sda)

Erstellt: 20.08.2011, 15:59 Uhr

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