Waren Opfer in Basel Touristen?

Im Café 56 im Kleinbasel verkehren vor allem Personen albanischer Abstammung. Der Besitzer ist schockiert.

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Kurz nach 20 Uhr kam es im Kleinbasel an der Erlenstrasse zu einer Schiesserei. Gemäss der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt betraten zwei Männer gezielt das Café 56, schossen mehrmals und verliessen das Lokal sofort.

Dabei wurden zwei Männer getötet, einer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Bei den Getöteten handelt es sich um einen 28- und 39-jährigen Albaner. Beim Schwerverletzten, der ausser Lebensgefahr ist, handelt es sich um einen 24-jährigen Albaner, wie die Staatsanwaltschaft Basel mitteilt.

Die Täter wurden laut der Staatsanwaltschaft noch nicht gefasst. Die Polizei fahndet nach zwei Männern.

«Überall war Blaulicht»

«Ich war gerade im Coop am Badischen Bahnhof und kaufte etwas ein», sagt ein Augenzeuge zu 20 Minuten. «Als ich hinauslief, war überall Blaulicht. Ich sah rund zehn Polizeiautos und zwei Krankenwagen.» Er sei der Polizei gefolgt. «Vor dem Café machten sich bewaffnete Polizisten gerade daran, alles abzusperren.»

Der Mann sagt: «Ich kenne die Bar, ich war selbst ein paar Mal da. Es verkehren vor allem albanische Gäste darin.» Auch sei unter seinen Freunden gemunkelt worden, dass es sich bei den Opfern um albanischstämmige Männer handle. Dies bestätigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Der Mann sagt weiter: «Es heisst, dass die Opfer nicht hier gelebt haben, sondern als Touristen hier verkehrten.»

Gemäss eigener Aussage war der Inhaber des Cafés, S. I. *(43), nicht vor Ort, als es zur Schiesserei kam. Weiter mag er nichts sagen: «Ich bin aufgewühlt», erklärt er gegenüber 20 Minuten.

Übernommen von 20 Minuten überarbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. (qll)

Erstellt: 10.03.2017, 11:20 Uhr

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