Welpe erstickt auf Flug in Gepäckfach

Die Fluggesellschaft United Airlines ist nach einem tödlichen Zwischenfall mit einem Hund erneut in der Kritik.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Auf dem Flug von Houston nach New York ist der Hundewelpe Kokito gestorben - nachdem Flugbegleiter ihn in ein Gepäckfach verbannt hatten. Die Fluglinie United Airlines erklärte am Dienstag, man übernehme die volle Verantwortung für den Vorfall und werde ihn untersuchen. «Das war ein tragischer Unfall, der nie hätte geschehen dürfen, da Haustiere niemals in Gepäckfächer platziert werden sollten», sagte Sprecher Charles Hobart.

Passagier June Lara schrieb auf Facebook, die Flugbegleiter hätten am Montag darauf bestanden, die Französische Bulldogge für drei Stunden einzuschliessen - ohne Luftzufuhr. Sie hätten zugesichert, dass die Sicherheit des Tieres gewährleistet sei, so dass die Besitzerin, die mit ihren beiden Töchtern flog, schliesslich zugestimmt habe. Der Hund habe nach der Landung keine Bewegungen mehr gemacht oder Laute abgegeben.

Kleintiere an Bord erlaubt

Auch Maggie Gremminger war an Bord. Sie schrieb auf Twitter, die Hundebesitzerin habe im Gang des Flugzeugs gesessen und geweint, alle der umstehenden Passagiere seien «total bestürzt» gewesen. Bereits im vergangenen April stand die Fluglinie in der Kritik, weil ein Passagier aus einem überbuchten Flugzeug rausgeworfen worden war.

United Airlines erlaubt Kleintiere an Bord. Wie auf der Webseite spezifiziert wird, müssen sie in genehmigten Transportboxen während des Flugs unter dem Vordersitz platziert werden.

Die US-Airline nimmt bei einer traurigen Statistik den Spitzenplatz ein, wie die «Huffington Post» schreibt. Gemäss einer Statistik des US-Verkehrsdepartements verzeichnete United Airlines im Vergleich mit anderen US-Airlines sowohl 2017 als auch 2016 die höchste Sterberate bei Tieren. 2017 starben 18 der 138'178 transportierten Haustiere, 13 wurden verletzt. (sep/sda)

Erstellt: 14.03.2018, 08:17 Uhr

Artikel zum Thema

Immer mehr Passagiere pöbeln an Bord

Schweizer Airlines haben es häufiger denn je mit renitenten Fluggästen zu tun. Die Gründe dafür reichen von Alkoholmissbrauch bis zu Zoff ums Handgepäck. Mehr...

Handgepäck in der Kabine kostet extra

Handgepäcksablagen platzen aus allen Nähten. Bei einer ersten Airline müssen Gäste zahlen, um ihr Gepäck mit in die Kabine nehmen zu dürfen. Mehr...

Kaninchen Simon stirbt auf Flug – Airline verklagt

Ein preisgekröntes Riesenkaninchen hat einen Flug von Europa in die USA nicht überlebt. Das könnte United Airlines nun teuer zu stehen kommen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

History Reloaded Nackter Protest

Die Welt in Bildern

Edler Schlitten: Eine Yacht wird im holländischen Oss gebaut (8. August 2018).
(Bild: Piroschka van de Wouw) Mehr...