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Wie Sie den Osterstau umgehen

Stau, stehen im Zug, Gedränge am Flughafen? Das muss nicht sein, wenn Sie clever planen. Die entscheidenden Tipps von Experten und Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

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Die Ostern stehen vor der Tür, und damit für viele ein paar Tage Erholung. Könnte man meinen. Aber wer fürs Ausspannen nicht gleich zu Hause bleibt, droht im Stau steckenzubleiben. Tagesanzeiger.ch/Newsnet und Experten erklären, wie Sie den Osterstau meistern können.

1. Nehmen Sie einen Extrazug

  • Das Vorbeibrausen an der verstopften Gotthardautobahn kann Freude auslösen – wären da nur nicht die vielen Leute, zwischen die man eingequetscht ist – manchmal sogar stehend, und das während Stunden. Der kluge Osterreisende wählt also am besten einen der 13 Zusatzzüge, die zwischen Gründonnerstag und Ostermontag von den SBB eingesetzt werden. Diese verkehren zwischen Bern und Brig, Zürich und Chur sowie auf der Gotthardlinie. Die Zusatzzüge fahren jeweils ein paar Minuten vor den regulären Zügen und werden für Entlastung sorgen.
  • Zudem werden mehreren Zügen des normalen Fahrplans zusätzliche Wagen angehängt, wie die SBB in einer Medienmitteilung verlauten lassen. Damit können insgesamt 30'000 zusätzliche Sitzplätze für Zugfahrten auf besagten Strecken genutzt werden.
  • Die SBB empfehlen ausserdem, bei internationalen Verbindungen Plätze zu reservieren. Weitere Informationen erhalten Reisende am Bahnschalter sowie beim Rail Service unter der Telefonnummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.) .

2. Verladen Sie Ihr Auto oder nehmen Sie eine Ausweichroute

Wer sich für das Auto entscheidet, muss für Ostern 2012 mit mehr Stau auf der Gotthardroute rechnen als vor Jahresfrist. Laut Damian Meier, Chef der Verkehrspolizei Uri, werden die sonnigen Wetterprognosen für das Tessin für deutlich mehr Verkehrsaufkommen sorgen. Damit erhöhe sich auch das Risiko für Zwischenfälle. Meier erachtet die Prognose von Viasuisse, wonach der Gotthard-Stau rund zehn Kilometer lang sein wird, als realistisch. Die Kantonspolizei Uri wird jedenfalls mit zehn zusätzlichen Leuten vor Ort sein.

Trotz mehr Verkehrsaufkommen auf den Schweizer Hauptverkehrsachsen gibt es Möglichkeiten, den Stau zu umgehen. Stephan Müller, Mediensprecher des Touring Clubs Schweiz (TCS), rät:

  • Wem es möglich ist, schon am Mittwoch vor Ostern zu reisen, soll dies tun. Dasselbe gilt für die Rückfahrt, bei der man möglichst den Ostermontag umgeht.
  • Ist man zeitlich gebunden, bietet der Autoverlad am Lötschberg sowie am Simplon für Reisende nach Italien eine gute Möglichkeit, dem Stau zu entkommen.
  • Für eine Anreise aus der Ostschweiz ins Tessin ist der San Bernardino eine passende Ausweichroute zum Gotthard.
  • Reisende können sich über das Radio und die Telefonnummer 163 sowie die kostenlose TCS-App für iPhone und Android auf dem Laufenden halten.

3. Früh und gut informiert zum Flughafen

Auch auf den Schweizer Flughäfen ist an Ostern wieder mit mehr Reisenden zu rechnen. Am Flughafen Zürich rechnet man für die vier Tage mit insgesamt etwas mehr als 250'000 Passagieren, wie Jasmin Bodmer, Mediensprecherin der Flughafen Zürich AG, sagt. Besonders am Karfreitag und Ostermontag sei das Aufkommen gross – allerdings nicht in einem Ausmass wie in den Sommer- oder Herbstferien, wenn an Spitzentagen 85'000 Flugreisende den Flughafen benutzen. Für ein stressfreies Durchkommen am Flughafen gebe es ein paar einfache Tipps, so Bodmer:

  • «Wir empfehlen allen Reisenden, frühzeitig am Flughafen zu sein.»
  • Am meisten Zeit könne man aber einsparen, wenn das Gepäck via Online- oder Vorabend-Check-in bereits aufgegeben wird.
  • Bodmer rät, sich gut zu informieren: Alle wichtigen Reiseinformationen sind auf der Website des Flughafens Zürich zu finden.
  • Eine Entspannung könnte zudem eine Neuerung in Zürich bringen: Weil die Sicherheitskontrolle neu zentralisiert ist und vor dem Airside Center passiert wird, können Passagiere in aller Ruhe die Geschäfte besuchen und erreichen von dort aus schneller die Abfluggates.

Erstellt: 03.04.2012, 13:56 Uhr

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