Wolf reisst mehrere Schafe im Appenzell

Die kantonalen Behörden haben die Tierhalter beim Auslassen von Schafen und Kleinvieh zur Vorsicht gemahnt.

DNA-Proben genommen: Ein Wolf macht den Behörden im Appenzell Sorgen. (Keystone/Urs Flüeler/Symbolbild)

DNA-Proben genommen: Ein Wolf macht den Behörden im Appenzell Sorgen. (Keystone/Urs Flüeler/Symbolbild)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Seit dem vergangenen Sonntag riss ein Wolf auf einer Appenzeller Weide zwei Schafe. Weitere Tiere wurden verletzt oder werden noch vermisst. Das Innerrhoder Landwirtschaftsamt und die Jagdverwaltung mahnen die Tierhalter zur Vorsicht.

Im Gebiet Steigchopf im Appenzell wurde am 17. November ein totes Schaf gefunden, ein weiteres Tier war verletzt, wie die kantonale Jagd- und Fischereiverwaltung am Freitag mitteilte. Am Donnerstag wurde am gleichen Ort erneut ein gerissenes Schaf gefunden, zwei weitere Tiere sind verschwunden.

«Die Rissbilder deuten auf einen Wolf hin», heisst es. Vor allem beim zweiten Vorfall habe der Wildhüter deutliche Spuren eines Wolfsrisses gefunden. An beiden getöteten Schafen wurden DNA-Proben genommen und an ein spezialisiertes Labor geschickt. Bis eine Auswertung vorliegt, dürfte es einige Wochen dauern.

Das Landwirtschaftsamt und die Jagdverwaltung gehen davon aus, dass sich der Wolf immer noch im Gebiet um das Dorf Appenzell aufhält. Kleinviehhalter wurden deshalb per SMS über die Risse informiert. Die Behörden empfehlen, beim Auslass von Schafen und Kleinvieh Vorsicht walten zu lassen. (fal/sda)

Erstellt: 22.11.2019, 10:09 Uhr

Artikel zum Thema

Wölfe sollen in Schongebieten geschossen werden

Der Ständerat beharrt auf Wolf-Abschüssen in Jagdbanngebieten. Naturschützer haben bereits ein Referendum in Aussicht gestellt. Mehr...

In Uri dreht der Wind gegen den Wolf

Felix Jauchs Verhältnis zum Wolf ist belastet, das Raubtier macht ihm das Leben schwer. Nun kommt es dank dem Schäfer zu einer Abstimmung. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Ein Märchen aus Lichtern: Zum ersten Mal findet das Internationale Chinesische Laternenfestival «Fesiluz» in Lateinamerika, Santiago de Chile statt. Es dauert bis Ende Februar 2020. (3. Dezember 2019)
(Bild: Alberto Walde) Mehr...