Zufahrt ins Weisstannental verschüttet

Ein heftiges Gewitter zog in der Nacht über die Ostschweiz. Im Weisstannental gab es Erdrutsche, in Waldkirch und Niederuzwil brannte es.

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Mehrere Erdrutsche haben am Sonntagabend die Zufahrtsstrasse ins Weisstannental verschüttet. Die Strasse sei an verschiedenen Orten nicht passierbar, teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit.

Bisher gebe es keine Angaben über Verletzte, sagte Aurelio Zaccari, Leiter der kantonalen Notrufzentrale, auf Anfrage. Ein Bauernhof sei teilweise überschwemmt worden, die Bewohner seien aber unverletzt geblieben. Sie wurden mit einem Helikopter der Rega ausgeflogen.

Die Feuerwehr Pizol und die Regionale Zivilschutzorganisation Pizol seien noch bis Mitternacht mit Räumungsarbeiten beschäftigt, hiess es in der Mitteilung der Polizei vom Sonntagabend. Die Strasse bleibe bis am frühen Montagmorgen gesperrt. Im Weisstannental hatte es am Sonntagabend stark geregnet.

Erst im Juni 2014 war die Strasse ins Weisstannental ebenfalls an verschiedenen Stelle verschüttet worden.

Blitze lösen zwei Brände aus

Blitze haben am Sonntagabend in St. Gallen Schäden von mehreren hunderttausend Franken verursacht. In der Gemeinde Waldkirch SG geriet eine Scheune in Vollbrand, in Niederuzwil SG liess ein Blitzeinschlag den Dachstock eines Einfamilienhauses in Flammen aufgehen.

Die Feuerwehr Uzwil konnte den Brand im Dach unter Kontrolle bringen. Der Sachschaden beträgt rund 100'000 Franken, wie die Kantonspolizei St. Gallen in der Nacht auf Montag mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Zwei Personen ins Spital gebracht

Beim Scheunenbrand im Weiler Sonnenhügel SG dagegen mussten zwei Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Kontrolle ins Spital gebracht werden. Auch hier hatte ein Blitz das Gebäude innert Kürze in Brand gesetzt. Dem Besitzer gelang es mit Helfern, die Tiere aus dem Stall ins Freie zu bringen. Die zwei beteiligten und später hospitalisierten Personen konnten das Spital am Abend wieder verlassen.

Die Feuerwehr des Sicherheitsverbundes Gossau löschte den Brand und verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf die nebenstehenden Gebäude. Der Sachschaden an Scheune und Mobiliar beträgt mehrere hunderttausend Franken.

«Kaltfront» in Sicht

Die heftigen Schauer brachten keine Abkühlung. In der Nacht auf Montag gingen die Temperaturen nur knapp unter 20 Grad zurück. Am Mittwoch kehrt der Hochsommer mit Sonne und über 30 Grad in die Schweiz zurück. Ein Wetterwechsel wird von Metenews auf Ende Woche prognostiziert. Eine «Kaltfront» soll auf 22 bis 25 Grad abkühlen.

Laut einer Mitteilung von Meteonews könnte sich die Grosswetterlage jedoch bald ändern: Es gibt erste Anzeichen für einen Wetterwechsel. Der Sommer 2015 muss aber noch nicht abgeschrieben werden. (chk/sda)

Erstellt: 10.08.2015, 02:46 Uhr

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