Zwei Frauen nach Gummibootunfall tot

Zwei junge Frauen, die am Sonntagnachmittag auf der Aare bei Belp mit ihrem Gummiboot verunfallten, sind im Spital verstorben.

Die Auguetbrücke bei Belp: Hier verunglückten am Sonntag zwei Frauen mit einem Gummiboot.

Die Auguetbrücke bei Belp: Hier verunglückten am Sonntag zwei Frauen mit einem Gummiboot. Bild: Andreas Blatter (Berner Zeitung)

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Zwei junge Frauen, die am Sonntagnachmittag auf der Aare bei Belp mit ihrem Gummiboot verunfallten, sind nach ihrer Bergung im Spital gestorben. Das haben die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Kantonspolizei am Montag mitgeteilt.

Bei den Opfern handelt es sich laut der Mitteilung um eine 29-jährige Schweizerin aus dem Kanton Wallis und um eine 34-jährige Spanierin aus dem Kanton Waadt. Sie waren am Sonntagnachmittag Teil einer Gruppe, welche mit mehreren Gummibooten die Aare befuhr.

Gegen 14.30 Uhr prallten die beiden Frauen mit ihrem Boot gegen einen Pfeiler der Auguetbrücke zwischen den Gemeinden Belp und Muri. Gemäss aktuellen Erkenntnissen der Polizei wurden die Frauen nach diesem Aufprall längere Zeit unter Wasser gezogen.

Anderen Teilnehmern der Bootsfahrt gelang es zwar mit Hilfe von Passanten, die Frauen zu befreien und zu bergen. Am Ufer wurden die Frauen dann reanimiert und später per Ambulanz ins Spital gefahren. Dort verstarben sie aber an den Folgen des Unfalls. Schon am Sonntagabend hatte die Kantonspolizei vom Unfall berichtet. Damals hiess es noch, die beiden Frauen seien verletzt worden. Die Polizei untersucht nun den genauen Unfallhergang.

Brückenpfeiler: prinzipiell gefährlich

Auf der Aarekarte der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) für Böötler und Schwimmer ist die Auguetbrücke klar als Hindernis eingetragen. Mit «Vorsicht Brückenpfeiler!» wird das Zeichen erläutert, das auf die Auguetbrücke hinweist.

SLRG-Mediensprecher Philipp Binaghi sagt auf Anfrage, Brückenpfeiler seien prinzipiell gefährlich: Das Boot könne kippen und die Böötler zwischen Boot und Pfeiler eingeklemmt werden. In diesem Fall wirke bei vielem Wasser ein riesiger Druck auf die Eingeklemmten.

Ebenfalls ein Gefahrenherd für Gekenterte stellten die Widerwasser hinter dem Pfeiler dar - wegen ihrer Sogwirkung. Bei der Passage von Brücken gelte es deshalb stets aufzupassen. Die SLRG emfpiehlt deshalb Ortsunkundigen unter anderem, unbekannte Flussabschnitte vor der Fahrt zuerst zu rekognoszieren.

Versetzte Brücke

Die Auguetbrücke hat ihren Namen vom Auguet, einem Bauerngut unweit des Flughafens Bern-Belp. Es ist eine Holzbrücke mit mehreren Pfeilern, die viele Jahre lang ein paar Kilometer weiter flussaufwärts stand: Zwischen Belp und Rubigen in der Hunzigenau. In den 1970-er Jahren wurde sie an den heutigen Standort versetzt und dient Fussgängern und Velofahrern als Aareübergang. (fal/sda)

Erstellt: 10.08.2015, 16:14 Uhr

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