Zwei Menschen sterben bei Erdrutsch in Italien

Nicht nur das Tessin, auch Norditalien hat mit massiven Niederschlägen zu kämpfen. In der Region Genua gingen mehrere Schlammlawinen nieder.

In der Region Ligurien um Genua gingen massive Regenfälle nieder: Eine Strasse im Ort Chiavari ist überflutet. (11. November 2014)

In der Region Ligurien um Genua gingen massive Regenfälle nieder: Eine Strasse im Ort Chiavari ist überflutet. (11. November 2014) Bild: Keystone

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Nach heftigen Unwettern sind in Italien zwei Menschen von einem Erdrutsch verschüttet worden und ums Leben gekommen. Die Einsatzkräfte entdeckten am Dienstag die Leichen des Ehepaars in den Trümmern ihres zerstörten Hauses in der Ortschaft Leivi nahe der Hafenstadt Genua, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Das Haus des älteren Ehepaares war in der Nacht von Erdmassen begraben worden. Die Rettungskräfte suchten den gesamten Tag über fieberhaft nach den Vermissten, auch ein Helikopter war im Einsatz. Nach dem Fund der Leichen nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf.

Zuvor waren eine im achten Monat schwangere Frau und eine weitere Frau aus einem anderen Gebäude in der Nähe gerettet worden. Auch in Genua wurde ein Haus von einer Schlammlawine getroffen, insgesamt 60 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, darunter auch viele Kinder.

Es regnet weiter

In der Region Ligurien um Genua gingen massive Regenfälle nieder, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Insgesamt mussten mehr als 100 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Viele Haushalte waren ohne Strom, zahlreiche Schulen blieben geschlossen.

Die Schäden gehen Schätzungen zufolge in die Millionen. Der Präsident der Region Ligurien, Claudio Burlando, forderte sofortige finanzielle Unterstützung in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro.

Auch andere Teile des Landes wie die Toskana, das Piemont und die Mittelmeer-Insel Sardinien waren betroffen. Am Lago Maggiore wurde wegen Hochwassers die höchste Alarmstufe ausgerufen. Auch für die kommenden Tage ist in vielen Regionen kaum mit Entspannung zu rechnen. Die Meteorologen sagten weitere Regenfälle voraus. (ldc/sda)

Erstellt: 11.11.2014, 18:54 Uhr

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