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Aeroflot-Absturz: Keine Schweizer Opfer

Nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine mit 88 Menschen an Bord haben sich die Hinweise auf einen technischen Defekt verdichtet. Unter den Opfern sind definitiv keine Schweizer.

«Nach vorläufigen Erkenntnissen ist das rechte Triebwerk in Flammen aufgegangen, was wiederum eine Explosion und den Absturz des Flugzeugs verursacht hat», teilte die Staatsanwaltschaft nach Angaben der Agentur Interfax mit.

In den Trümmern seien keine Sprengstoffspuren gefunden worden, womit die Terrorvermutung widerlegt sei. Bei dem Absturz der 15 Jahre alten Maschine der Regionalgesellschaft Aeroflot-Nord am Sonntagmorgen sind alle 88 Menschen an Bord ums Leben gekommen.

Die von Augenzeugen bestätigte Explosion der Maschine in der Luft sowie die Verteilung der Trümmer im Umkreis von vier Kilometern hatten zu Spekulationen über einen Bombenanschlag geführt.

Es gebe aber auch einen Tag nach der Katastrophe keinen Hinweis auf einen Terrorakt, teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit. Die Ermittlungen am Unfallort wurden abgeschlossen. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich Experten von der Auswertung der Flugschreiber der Unglücksmaschine.

Auf freie Fläche aufgeschlagen

Die Boeing war beim Landeanflug auf die Industriestadt Perm am Ural am frühen Sonntagmorgen zwischen zwei Wohngebieten auf freier Fläche aufgeschlagen.

Präsident Dmitri Medwedew gedachte bei einem Treffen mit russischen Industriellen im Kreml der Opfer. An der Untersuchung dieser grössten Katastrophe im russischen Luftverkehr seit zwei Jahren beteiligt sich auch der Hersteller Boeing. Experten des US- Konzerns flogen nach Perm, um die russischen Behörden zu unterstützten.

Die russische Luftfahrtbehörde kündigte an, die gesamte Flotte der vom Absturz betroffenen Regionalfluggesellschaft Aeroflot-Nord zu überprüfen. Unmittelbar nach dem Absturz hatte Russlands grösste Fluggesellschaft Aeroflot angekündigt, ab sofort keine gemeinsamen Flüge mehr mit der Tochtergesellschaft Aeroflot-Nord durchzuführen.

SDA/bru

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