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Als der US-Bomber im Baselbiet notlandete

Vor 70 Jahren ging in Aesch eine B-17 nieder. Die Crew rettete sich nach einem dramatisch missglückten Angriff auf eine deutsche Fabrik in die Schweiz – und wurde zur grossen Attraktion.

Der B-17-Bomber Lazy Baby ist nach seinem fünfeinhalbstündigen Flug zwischen Leben und Überleben notgelandet.
Der B-17-Bomber Lazy Baby ist nach seinem fünfeinhalbstündigen Flug zwischen Leben und Überleben notgelandet.
Walter Hoeflinger
In der Mitte: der unverletzte Teil der Lazy-Baby-Crew. Zweiter von links: Arzt Leo Hueber und Dolmetscher Maissen.
In der Mitte: der unverletzte Teil der Lazy-Baby-Crew. Zweiter von links: Arzt Leo Hueber und Dolmetscher Maissen.
Walter Hoeflinger
30'000 Schaulustige umringen die gestrandete «fliegende Festung».
30'000 Schaulustige umringen die gestrandete «fliegende Festung».
Walter Hoeflinger
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Es war ein Tag, als ob kein Krieg wäre. 14. Oktober 1943. Der Himmel voller Sonne, die Bauern tragen die Hemden weit offen, die Ärmel hochgekrempelt und die Landarbeiterinnen nur einen Sommerrock. Es ist so warm, dass die letzte Insektenbrut noch einmal Flügel bekommt und hochsteigt in die flirrende Luft über Aesch. Um die Menschen schwirrt, die auf den Kartoffelfeldern der Gemeinde die einzige Schlacht schlagen, die die Schweiz im Zweiten Weltkrieg geführt hat; die Anbauschlacht. Es ist Viertel nach drei an diesem Donnerstag, dessen trügerische Sanftmut sich trotzdem anfühlt, als ob schon Frieden wäre. Noch 15 Minuten, bis der Krieg auf einem Acker in Aesch notlanden würde.

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