Angeschossene Schwangere für Tod ihres Kindes angeklagt

Einer Frau aus Alabama wurde bei einem Streit in den Bauch geschossen. Sie verlor ihr ungeborenes Kind. Nun lautet der Vorwurf des Gerichts: Die Mutter ist schuld.

Schwangere verliert Kind nach Bauchschuss – und wird wegen Totschlags angeklagt. Symbolbild: Franziska Scheidegger

Schwangere verliert Kind nach Bauchschuss – und wird wegen Totschlags angeklagt. Symbolbild: Franziska Scheidegger

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Eine Schwangere, der im Streit mit einer anderen Frau in den Bauch geschossen wurde, ist in den USA wegen Totschlags angeklagt worden. Ein Gericht im Bundesstaat Alabama wirft der 27-Jährigen vor, den Streit begonnen zu haben und damit für den Tod ihres ungeborenen Kindes verantwortlich zu sein, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten.

Nach der Zahlung einer Kaution durfte die Frau das Gefängnis demnach zunächst verlassen. Sollte sie für schuldig befunden werden, drohen ihr aber bis zu 20 Jahre Haft. Der Fall hat in den USA eine Debatte über die Rechte von Frauen und ungeborenen Kindern ausgelöst.

Den Berichten zufolge hatte sich die 27-Jährige Anfang Dezember mit einer anderen Frau auf dem Parkplatz eines Ladens in Pleasant Grove westlich der Stadt Birmingham über den Vater des ungeborenen Kindes gestritten. Sie sei damals im 5. Monat schwanger gewesen. Die andere Frau habe in Notwehr auf sie geschossen, hiess es. Alabama gehört den Angaben zufolge zu den US-Staaten, die einen Fötus bei Gewalttaten gegen Schwangere als Opfer anerkennen. (red/sda)

Erstellt: 28.06.2019, 09:37 Uhr

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