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Angespültes Material nicht von MH 370

Am Strand von Australien wurde Treibgut gefunden, bei dem es sich jedoch nicht um Wrackteile des vermissten malaysischen Flugzeugs handelt. Premierminister Tony Abbott will bei der Suche keine Kosten scheuen.

Auch mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden von Flug MH 370 bleibt das Rätsel ungeklärt. In dem 450-seitigen Abschlussbericht heisst es: «Das Team ist nicht in der Lage, den Grund für das Verschwinden von MH 370 zu bestimmen.» (30. Juli 2018)
Auch mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden von Flug MH 370 bleibt das Rätsel ungeklärt. In dem 450-seitigen Abschlussbericht heisst es: «Das Team ist nicht in der Lage, den Grund für das Verschwinden von MH 370 zu bestimmen.» (30. Juli 2018)
Mohd Rasfan, AFP
Blieben ohne Erfolg: Suchtrupps, die nach Überresten von Flug MH 370 stöbern. (13. April 2014)
Blieben ohne Erfolg: Suchtrupps, die nach Überresten von Flug MH 370 stöbern. (13. April 2014)
Australian Defence/Abis Nicolas Gonzales, AFP
Über Vietnam riss die Verbindung zum Flugzeug ab: Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines hebt vom Flughafen Narita in Tokio ab. (Archivbild)
Über Vietnam riss die Verbindung zum Flugzeug ab: Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines hebt vom Flughafen Narita in Tokio ab. (Archivbild)
Keystone
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Neuer Rückschlag bei der Fahndung nach Flug MH 370: Zwischen dem im Südwesten Australiens angeschwemmtem Strandgut und der vermissten Passagiermaschine gibt es keine Verbindung, wie das zuständige Einsatzzentrum in Perth am Donnerstag mitteilte. Das habe die detaillierte Analyse von Fotos des Materials ergeben.

Ähnliche Angaben hatte zuvor der Chefbeauftragte der Behörde für Transportsicherheit gemacht. Das Strandgut werde wohl für die Suche nach Flug MH 370 nicht von Nutzen sein, sagte Martin Dolan der Nachrichtenagentur AP. Demnach handelt es sich dabei vermutlich um mit Nieten versehenes Blech.

Das Material war zehn Kilometer östlich der Stadt Augusta an Land gespült worden. Der Ort liegt an der Südwestspitze von Australien und damit mehr als 1600 Kilometer südöstlich des derzeitigen Suchgebiets im Indischen Ozean.

U-Boot hat noch nichts gefunden

Bislang hat das U-Boot Bluefin-21 mehr als 90 Prozent des 310 Quadratkilometer grossen Gebiets am Meeresgrund abgesucht und ein dreidimensionales Sonarprofil angefertigt, wie das Einsatzzentrum weiter mitteilte. Dabei sei jedoch nichts von Interesse entdeckt worden.

Das Suchgebiet liegt in einem Radius von 20 Kilometern um eine Stelle, an der am 8. April ein Unterwassersignal empfangen wurde, das womöglich vom Flugschreiber der vermissten Boeing 777 der Malaysia Airlines stammt.

Abbott: Rätsel lösen

«Wir müssen die Suche womöglich überdenken, aber wir werden nicht stoppen, bis wir alles uns Mögliche getan haben, um dieses Rätsel zu lösen», sagte der australische Regierungschef Tony Abbott. Nach seinen Angaben ist die mögliche Absturzzone rund 1700 Kilometer nordwestlich von Perth etwa 700 Kilometer lang und 80 Kilometer breit.

Experten schliessen nicht aus, dass das Wrack an einer Meeresstelle liegt, die deutlich tiefer als 4500 Meter ist. Das U-Boot Bluefin-21 kann nicht wesentlich tiefer tauchen. Es könnten aber andere U-Boote eingesetzt werden.

Die Malaysia-Airlines-Boeing verschwand vor mehr als sechs Wochen eine Stunde nach dem Start in Kuala Lumpur. Nach der Analyse von Satellitensignalen glauben die Ermittler, dass sie noch mehr als sieben Stunden weiter in Richtung Süden flog und abstürzte, als der Treibstoff ausging. Was sich an Bord zutrug, liegt bislang völlig im Dunkeln. Aufschluss kann nur die Blackbox geben, die technische Daten und Gespräche im Cockpit aufzeichnet.

AP/sda/rub/chk

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